— 140 — Frau A g n e s a , ernstlicher Bitte willen zu einem wahren Zeugnis und zur festen Bestätigung ihres vorerwähnten ewigen Verkaufes des jährlichen Zinses und Pfennig-Geldes hängen lassen. Wenn sie also mit unserer Hand, mit unserem guten Willen und Gunst und auch mit allen andern Sachen, Worten und Werken zu Gunsten des obge- nannten Albrecht Jnsigler4 und seiner Frau Anna5 und de- ren beider Erben und Nachkommen endgültig verzichten, wenn sie das alles getan und durchgeführt haben, so soll es rechtskräftig sein und festbleiben, jetzt und in Zukunft in der Weise und Meinung als oben erwähnt und beschieden ist, ohne alle Gefährde. Der Brief wurde in Feldkirch gegeben im Jahre Dreizehnhundert achtundneunzig nach Christi Geburt, an unser Liebfrauen Abend in der Fasten. Original: Regierungsarchiv in Vaduz, Urkundensammlung Dr. A. Schädler, Nr. 2, Pergament 31 X 29,5 cm. — Schöne gotische Kursive, Vor- linierung nicht ersichtlich. Drei Flecken, vermutlich Wachsflecken. Am unte- ren Rand noch ein Rest eines Pergamentstreifens, an dem das Siegel hing. An der Stelle, wo der Streifen das zweite Mal eingeschlauft ist, steht: «Werdenberg». Daneben neue Bleistiftnotiz «ad 
1398». Rückvermerk: «2». Taf. IX. Abschrift: Ältestes Jahrzeil- und Spendbucli von St. Nikolaus in Feldkirch, Hds. n. 78 auf fol. 29 b, ausserdem im Jahrzeit- und Spendbuch, Hds. n. 736 auf fol. 10 b, (nach Bilgeri LUB. 113, 203 Anmerk. 2). Regest : JbL. 1907, 107 Nr. 2. (Schädler). 1 Albrecht Huser übergab 1398, Mai 8. den von Kuntz im Holz erwor- benen Zins dem Leutpriester Friedrich Sattler zu St. Nikolaus in Feld- kirch als Stiftung für einen Jahrtag. Vgl. LUB. 113, 198 ff. 2 Zu Neuschellenberg vgl. Kdm. 297 f. (mit weiterer Literatur); JbL. 1962, 3 ff. (Beck, Heid). 3 Albrecht 111. von Werdenberg-Heiligenberg zu Bludenz, erw. 1367 — 1418). Vgl. Geneal. Handbuch z. Schw. Gesch. I. (1900-1908), 204; KB. 267; LUB. Iii. 313 ff., 337 ff., 350, 414, 450; LUB. 112, 229 ff., 234 ff.; LUB. 1/3, 71 ff., 94, 111 ff., 210 ff., 336 f. 4 Albrecht Huser auch genannt in der Urkunde von 1398, Mai 8., LUB. 113, 198 ff. 5 Auch im Gebiet des Fürstentums Liechtenstein nachweisbares Ge- schlecht. Vgl. LUB. 1/1, 313; JbL. 1918, 67 (Büchel); JbL. 1930, 15 (Ospelt); JbL. 1939, 99 (Ospelt); JbL. 1957, 81 (Tschugmell); JbL. 1958, 166 (Tschugmell).
        

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