und eine blattförmige Pfeilspitze (Abb. 8, 11 — 12 u. Abb. 7, 12 bei Kellner). Aus der untersten Schicht kommen einige vorrömische Scher- ben, von der Art der Schnellerkeramik (Abb. 28, 18), ferner das Frag- ment eines dunkelvioletten Glasarmringes (Kellner, Abb. 9, 14). In der Ausgrabung 1962 wurde nordwestlich von Bau II vom Plateau aus hangabwärts ein Sondierschnitt gegraben (Schnitt 15). Dabei wurden etwas unterhalb der Hangkante Mauerreste gefunden; Mörtelspuren konnten an dieser Stelle nicht festgestellt werden. Aus diesem Schnitt wurde wieder eine Münze (Inv. Nr. 12) geborgen. Ein Teil der Mauer- reste wurde dann am Schluss der Grabung 1962 noch freigelegt (Abb. 19). In der Ausgrabung des Jahres 1963 wurde das Feld IV bis auf den gewachsenen Moränenboden ausgegraben und untersucht. Das Gra- bungsfeld wurde nord- und westwärts über die Hangkante hinaus erweitert und dabei die Mauer, die sich immer mehr als Ringmauer zeigte, freigelegt (vergl. Abb. 20 und die steingerechte Aufnahme Abb. 21). Westlich von Bau II, also im Feld IV, wurden im Sommer 1963 im ganzen 126 spätrömische Münzen gefunden. Sie lagen zerstreut im ganzen Feld, zum kleineren Teil auch am Abhang gegen Norden und Westen, in nur geringer Tiefe. Die Fundschicht, aus der auch die meisten der bei Kellner (Abb. 6 — 10) abgebildeten Kleinfunde, Eisen- und Bronzegegenstände u. a. stammen, lag höchstens 30 — 40 cm tief. Nach Entfernung der Kulturschicht zeigten sich westlich von Bau II, im Moränenboden, einige auffallend dunkel gefärbte, kreisrunde Stel- len von 80 Centimeter bis 1 Meter Durchmesser. Die mit dunkler Kul- turerde gefüllten Gruben waren ungleich tief (30 — 60 cm). Aus einer der Gruben wurden eine Anzahl Graphittonscherben mit Kammstrich- verzierung, sowie Eisenreste und Nägel geborgen. Aus der tiefsten Grube, aber nicht aus deren unterstem Teil, kommen zwei Münzen (Inv. Nr. 63, 119 u. 120). Sie gehören, wie auch noch eine weitere, die ausserhalb der Grube, direkt auf dem Moränenboden lag, ins 3. Jahrhundert. Da sich unter den aufgefundenen Münzen noch weitere aus dem 3. Jahrhundert befinden, muss der Hügel auch damals, allem Anschein nach aber nur vorübergehend, besiedelt gewesen sein. 28
        

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