4. An zweiter Stelle in der Bedeutung als Fleisehlieferanten folgen die Schweine. Sie waren wie gewöhnlich in vor- und frühgeschicht- licher Zeit im Vergleich zu heutigen Rasseschweinen klein, über- treffen in den Mittelwerten aber den Durchschnitt aus der Mehr- zahl der anderen mittelalterlichen Stationen Mitteleuropas. Ein Teil der Tiere wurde im Alter von 
1/i bis 1 
iU Jahren, die Mehrzahl mit etwa 
1V-2 bis 2 Jahren geschlachtet. 5. An dritter Stelle in der Haustierliste folgen mit noch größerem Abstand die kleinen Wiederkäuer. Ziegen wurden nur wenige ge- halten. Die Schafe waren klein, wenig größer als Heidschnucken und wurden in der Mehrzahl schon im Alter von 4 — 16 Monaten geschlachtet. 6. Der Hund ist mit 11 und die Katze mit 7 Knochenfunden belegt. Der gute Erhaltungszustand und die geringen Zahlen der Knochen deuten darauf hin, daß diese Knochen sicherlich keine Speiseab- fälle sind. 7. Auch das Pferd spielte für die Ernährung keine Rolle und ist nur mit 3 Knochen im Fundgut vertreten. 8. Unter dem Hausgeflügel dominiert das Huhn, während die Gans ihm gegenüber nur im Verhältnis von etwa 1 : 10 vertreten ist. Die Taube ist mit 6 Funden belegt. Die Hühner waren kleine, schlankwüchsige Tiere, viel kleiner, als die modernen Legerassen. Die Gänse hatten die Größe von Graugänsen. Die Tauben passen in der Größe zu heutigen Großstadttauben (Feldflüchtern). 9. Unter den Wildtieren nimmt der Rothirsch (Cervus elaphus) bei weitem die erste Stelle ein. Eine Größenabnahme seit dem Neo- lithikum ist nicht zu ersehen. 10. Die übrigen vorkommenden Wildarten in der Reihenfolge der Häufigkeit ihrer Funde sind: Braunbär (Ursus arctos), Dachs (Meies meles), Wildschwein (Sus scrofa), Rotfuchs (Vulpes vulpes), Hase (Lepus europaeus), Reh (Capreolus capreolus), Gemse (Rupi- capra rupicapra), Murmeltier (Marmota marmota), Habicht (Astur palumbarius), grauer Kranich (Grus grus), Lachs (Salmo salar) und Schleie (Tinea tinca). 246
        

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