11. Der graue Kranich (Grus grusj Der Kranich, der durch einen proximalen Gelenkkopf des Humerus und durch das Fragment eines Tibiotarsus vertreten ist, fand früher zumindest als Durchzügler geeignetes Biotop in der Rheinniederung. Er wurde schon in den Funden aus dem Kastell Schaan nachgewiesen (WÜRGLER 1959 S. 265). IV. ZUSAMMENFASSUNG 1. Die Knochenfunde der mittelalterlichen Burg Neuschellenberg stammen aus der Zeit von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zum 16. Jahrhundert. Der größte Teil der Funde gehört in den Zeitraum des 13. und besonders des 14. Jahrhunderts. 2,3 % des Fund- komplexes wurden in Feldern geborgen, in denen in sekundärer Lagerung neolithische Keramikscherben zum Vorschein kamen. Zumindest die Mehrzahl der Tierknochen dieser Felder stammt wie die übrigen Funde aus dem Mittelalter. 2. 8352 Knochenfunde sind von 22 Tierarten. Der Anteil der Wild- tiere macht aber nur 1,25 % aus. Die Haustiere bilden nach der Fundmenge folgende Reihenfolge: Rind (Bos taurus), Schwein (Sus scrofa domesticus), Schaf (Ovis aries) und Ziege (Capra hircus), Huhn (Gallus gallus domesticus), Gans (Anser anser domesticus), Hund (Canis familiaris), Katze (Felis catus), Taube (Columba livia domestica) und Pferd (Equus caballus). 3. Die Rinder stehen zahlenmäßig mit Abstand über allen anderen Tierarten. Beim Vergleich der Gewichte der Knochen nimmt das Rind innerhalb des gesamten Knochenfundes einen Anteil von 75,6 % ein. Es waren kleine bis mittelgroße Tiere, die im ganzen die Durchschnittsgröße mittelalterlicher Rinder übertrafen. Die Wi- derristhöhe variierte bei den Kühen etwa zwischen reichlich 1 m und 1,25 m und lag im Mittel etwa bei 1,10 bis 1,15 m. Die männ- lichen Tiere, vor allem Ochsen, werden zum Teil etwas größer ge- wesen sein als die Kühe. Das Mengenverhältnis zwischen Kühen, Stieren und Ochsen errechnete sich auf etwa 5:1:1. Höchstens V» der Rinder wurde im ersten halben Jahr geschlachtet und ein kleiner Prozentsatz 
mit IV2 bis 3 Jahren. 245
        

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