An einem Metatarsus fällt die Ankylose des Tarsometatarsalgelen- kes auf. Os centrotarsale, Os tarsale II et III und das proximale Ende des Metatarsus sind eine feste Verbindung eingegangen (s. Abb. 8). Durch fehlerhafte Stellungen oder Gelenkschwächen kommt es über eine Ostitis rarefaciens, Periostitis ossificans zu einer Arthropathia chronica deformans und endlich, wie in unserem Fall, zu einer Arthro- pathia chronica ancylopoetica. Solche spatähnlichen chronischen Ent- zündungen sind gewöhnlich nicht mit Lahmheiten verbunden (SILBER- SIEPE-BERGE 1958 S. 469 ff). An einem zweiten Metatarsus sind die gleichen pathologisch-ana- tomischen Veränderungen zu erkennen. Die ankylotische Zone wurde aber, vielleicht schon bei der Ausschlachtung, gewaltsam getrennt. Am distalen Endteil eines Metacarpus sind die Gelenkrollen stark verbreitert und dorsal wie eingefallen und vom distalen Ende der Diaphyse überlappt (s. Abb. 9). Herr Prof. Dr. E. DAHME, den wir zur Beratung in der Beurteilung der pathologisch-anatomischen Befunde heranzogen, hält für möglich, daß diese Erscheinung die Folgen einer Mineralisationsstörung sind. Als sicher darf angesehen werden, daß kein entzündlicher Vorgang zu diesen Veränderungen geführt hat. Die Längenmaße der Metapodien bilden wertvolle Ausgangsmaße, um die Widerristhöhe zu berechnen und damit eine Vorstellung über die ungefähre Größe der Rinder von Neuschellenberg zu gewinnen. Ich richtete mich nach den Angaben BOESSNECKs (1956a) und nicht nach den Quotienten von ZALKIN (1960), die an einer Steppenrasse mit verhältnismäßig langen Metapodien berechnet wurden, weshalb die Ergebnisse für die Rinder von Neuschellenberg wohl zu niedrig ausfallen würden. Für die Kühe errechnen sich mit den Faktoren 6,31 für den Metacarpus und 5,63 für den Metatarsus Höhen zwischen 103 und 125 cm und nach dem Metacarpus ein Mittelwert von 111 cm, nach dem Metatarsus von 115 cm. Die Widerristhöhe der Stiere lag, berech- net auf Grund der Faktoren 6,71 bzw. 6,0, zwischen 106 und 123 cm, mit einem Mittelwert nach den Metacarpen von 114 cm und nach den Metatarsen von 118 cm. Die Ochsen waren am größten. Auf Grund der Faktoren 6,4 bzw. 5,71 ergaben sich Höhen von 118 bis 127 cm und es lag der Mittelwert nach den Metacarpen bei 121 cm und nach den Metatarsen bei 124 cm. 212
        

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