2. Das Rind (Bos taurus L.) Das Hausrind, seit altersher das wichtigste Wirtschaftstier, nimmt diese Vorrangstellung am Eschnerberg auch in der Zeit des Mittelalters ein. Die 5 049 (60,45 '%) Knochenfunde des Rindes gehörten mindestens 105 (40,7 %) wahrscheinlich aber erheblich mehr Individuen. Die Be- rechnung erfolgte an Hand der häufigsten gleichartigen Knochen, der linken Metacarpen- bzw. Metatarsenbruchstücke. Sie ließen zumeist auch die Geschlechtszugehörigkeit bestimmen. Es konnten 11 Stiere, 10 Ochsen und 57 Kühe ausgezählt werden; 5 Stücke gehörten Stieren oder Ochsen, 5 Kühen oder Ochsen, für 7 Individuen ist keine Aussage über die Geschlechtszugehörigkeit möglich. 10 Individuen waren nach- weislich [juvenil. Es fällt auf, daß bei der verhältnismäßig umfangreichen Fund- menge an Rinderknochen nur 
ein Hornzapfen vermessen werden konnte (s. S. 191). Wenn bei diesem Schädelrest auch das Parietale mit dem Frontale erst im Verwachsen begriffen ist, er also noch höchstens subadult ist, sollen doch die Maße des Hornzapfens angeführt werden: Basisumfang 125 Großer Durchmesser 45 Kleiner Durchmesser 41,5 mm. Die Geschlechtszugehörigkeit läßt sich nicht sicher bestimmen. Er gehörte einer Kuh oder einem Ochsen (s. Abb. 4). Vom Schädelskelett konnten darüberhinaus 
nur Unterkieferteile vermessen werden. Tabelle 11 Unterkiefer, Rind 1. Länge der Backzahnreihe 133 130 127 
123 121 119 118 2. Länge der Molarreihe 
(82) 86 
87 (80) 85 76 3. Länge der Prämolarreihe (50) 
49 4L51' 
45 (37)1) 341' 42 4. Länge von M3 33 36 
35 32,5 (36) 35 5. Breite von M3 14 14,5 15 11,5 16 15 6. Höhe hinter M3 (66) 
(65) 58 60 7. Abkauungsgrad ++ ++ +++ 
+++ + +++ ++ 195
        

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