viertel von Schlachttieren auf die Burg gebracht hätten, als Kopffleisch. Weil aber der Prozentanteil der ebenfalls nicht hochwertigen Knochen des Autopodiums mit 25,1 verhältnismäßig hoch liegt, verliert diese Überlegung erheblich an Gewicht. Als weitere Ursachen für das Fehlen von Knochen seien, wie es schon SCHATZ (1963 S.ll) tut, der natürliche Verfall, der Verbrauch und die Verschleppung von Knochen durch Tiere, sowie das mögliche Übersehen und Zerbröckeln von Knochen bei der Grabung erwähnt. Die Angabe der Maße erfolgt in Millimetern, wobei die Messungen mit der Schublehre auf 0,5 mm genau durchgeführt wurden. Die in Klammern gestellten Maße waren wegen Schadhaftigkeit des Knochens nicht genau zu nehmen. In den Variationsreihen wurden 0,5 mm auf 1 mm aufgerundet. Zur Errechnung des Mittelwertes wurden die ge- nauen Maße verwendet. Bei der Altersbestimmung der Zähne richtete ich mich nach HABERMEHL (1961) und nach ELLENBERGER-BAUM (1943). Die Bezeichnung der Zähne erfolgt in der Reihenfolge: 
h I2 Ia C Pi P2 Pa P4 Mi M2 M3. Um die Berechnung der Tabellen zu erleichtern, wurden die Additionen mit einer Rechenmaschine und die Divisionen mit einem Rechenschieber durchgeführt, wodurch möglicherweise auf- tretende minimale Ungenauigkeiten erklärt werden können. III. SPEZIELLER TEIL Die Haustiere machen mit 98,75 % gegenüber den Wildtieren mit 1,25 % weitaus den größten Teil der Knochenfunde aus (s. Tab. 1). Als Mindestzahlen an Individuen ergaben sich für die Haustiere 238 und für die Wildtiere 21, was Prozentanteilen von 91,9 bzw. 8,1 entspricht. Werden die Knochengewichte verglichen, so fallen auf die Haustiere etwa 98,4 % und auf die Wildtiere 1,6 %• Die Deckung des Fleisch- bedarfes durch Jagd spielte also auf Neuschellenberg nur eine unter- geordnete Rolle. Unter den Haustieren nimmt das Rind mit Abstand den ersten Platz ein. Es folgen das Schwein und wiederum mit größerem Abstand an dritter Stelle die kleinen Wiederkäuer, bei denen das Schaf dominiert. Diese Verteilung stimmt mit dem Befund für die Mehrzahl der mittel- alterlichen Burgen der Schweiz überein (s. Tab. 9). Besonders in der württembergischen Station von Unterregenbach (SCHATZ 1963), aber auch für die Burgen Heitnau (HARTMANN-FRICK 1957), Oberwangen 192
        

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