Die Statuten dieser liechtensteinischen Dienstauszeichnung sowie die Schnallen sind den am 20. August 1845 gestifteten Hohenzollern' sehen Dienstauszeichnungen nachgebildet. Die Schnallen sind 43 mm breit und 15 mm hoch. Sie tragen in der Mitte den ovalen, von Silber und Rot geteilten, gekrönten liechtensteinischen Wappenschild; links davon den Namenszug des Stifters «A» und rechts die Zahlen «X, XV» bezw. «XX». Bei der Dienstauszeichnung der III. Klasse ist der Grund geschwärzt, so dass Wappen, Schrift und Rand in Silber hervorragen. Das Ordensband, auf das die Schnalle wie eine Spange aufgeschoben wird, ist nach den Statuten rot, weiss durchstreift; die Dienstauszeich- nungen im Landesmuseum sind jedoch versehen mit einem 41 mm breiten roten Band mit 8 mm breiten weissen Randstreifen. Mit dem Regierungsantritt des Fürsten Johann II. (1858) ändert sich der Na- menszug in «J». Die Schnallen scheinen in Sigmaringen hergestellt worden zu sein. Die betreffenden Prägestempel, auf dem Rücken mit EM bezeichnet, befinden sich im Landesmuseum in Vaduz. Mit der Einführung der Dienstalterszeichen wurden die bisher üb- lichen Chevrons, Borten auf dem Ärmel des Rockes, hinfällig. Im Bataillons-Befehl vom 6. Oktober 1847 heisst es: Um eine Gleichheit beim Tragen der Dienstauszeichnungsschnallen herzustellen wird be- fohlen, dass dieselben zwischen dem 2. und 3. Knopfloche 2V-2 Zoll entfernt auf der linken Rockbrust an zwei schwarzen Schnürchen, welche 9 Linien voneinander parallel zu laufen haben, getragen wird. In einer EntSchliessung vom 24. April 1849 teilt das Bataillons-Kom- mando in Sigmaringen dem Kommando des Scharfschützenzuges in Vaduz folgendes mit: Die beigeschlossene Dienstauszeichnung zweiter Klasse koste 48 Kreuzer, die der dritten Klasse 36 Kreuzer. Ganz be- sonders interessiert die folgende Bemerkung: Die Bänder hierzu werden sich beim Scharfschützenzugs-Kommando befinden und wenn nicht, so müssten erst bestellt und angefertigt werden, denn diesseits seien keine von der Liechtensteinischen Nationalfarbe vorrätig. Es fällt auf: Das Wappenschild in der Mitte der Schnalle ist in den heraldischen Farben Silber-Rot gehalten. Das dazugehörige Band ist rot mit weissen Streifen. Noch an anderer Stelle wird auf die liechtensteinischen Farben Bezug genommen. Am 8. September 1845 schreibt Oberstleutnant Niedermayr von Sigmaringen an das Commando des Scharfschützen- zuges in Vaduz in anderem Zusammenhang: «Nach einer Mitteilung 172
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.