Das Fürstlich Liechtensteinische Truppenkontingent zum Deutschen Bund 1816 bis 1866 von Friedrich Kuhn Die napoleonische Epoche Hess ein kriegsmüdes Europa zurück. Aber das Vertrauen in die Friedensliebe der Nachbarn war nicht gross genug um abzurüsten. Der Wiener Kongress 1814/16 ordnete die Gren- zen neu. Die deutschen Souveräne schlössen sich zum Deutschen Bund zusammen. 35 deutsche Fürsten (siehe Fussnote) und die 4 Freien Städte (Hamburg, Bremen, Lübeck und Frankfurt) bildeten unter Öster- reichs Leitung diesen Staatenbund. Jeder der Einzelstaaten stellte ein Truppenkontingent zu dem Deutschen Bundesheer. Die Stärke richtete sich nach der Grösse des betreffenden Bundeslandes. Einen gemein- samen Oberbefehlshaber mit Kommandogewalt hatte dieses Bundes- heer nicht. Das Kontingent des Fürsten von Liechtenstein hatte satzungsgemäss eine Stärke von 1 Offizier und 80 Mann, aufzustellen als Schützen- kompagnie (auch zeitweise als Scharfschützenkompagnie bezeichnet). Wie der Name schon sagt, war die Ausbildung weniger auf den infan- teristischen Angriffsstoss, als vielmehr auf die Schiessausbildung und Geländeausnutzung auszurichten. Sie wurde als vierte Kompagnie mit den von den Fürstentümern Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen zu stellenden drei weiteren Infanteriekompagnien zu einer taktischen Einheit (Infan- terie-Bataillon) zusammengefasst. Die Zusammengehörigkeit fand durch Fussnote : Mitglieder des Deutschen Bundes waren auch, und das ist bemer- kenswert, der König von England, als König von Hannover; der König von Dänemark, als Herzog von Holstein und Lauenburg; der König der Niederlande, als Grossherzog von Luxemburg. 155
        

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