graphen gefertigt habe; die Maße sind natürlich in der von Martin und Mollison angegebenen Weise gewonnen worden. Für diejenigen Leser, welche nur mein Separatum in die Hand be- kommen, seien noch einige historische Angaben hinzugefügt, die ich Herrn Dr. Kellner verdanke: der «Krüppel» ist ein steiler Bergrücken, dessen Kuppe in der spätrömischen Kaiserzeit mit einer einfachen Mauer umgeben war und auch einige andere Bauwerke trug. Während der wiederholten Alamannenstürme hat wohl die benachbarte Bevöl- kerung dieses Refugium aufgesucht. Indessen hielt es nicht Stand. Nach den Fundzeugnissen wurde diese römische Höhensiedlung zweimal von den Germanen zerstört: etwa 259/260 n. Chr. und dann nochmals etwa 352/353 n. Chr.: unser Skelett dürfte ein Zeugnis dieses Unter- ganges sein. SKELETT AUS FELD II, Nachgrabung Wild 1964 Es handelt sich um die Überreste eines einzigen .Individuums, es sind keinerlei Hinweise auf einen zweiten Toten vorhanden. Der Schädel steckte, als ich ihn erhielt, noch in einem Erdklumpen, beim vorsichtigen Reinigen fanden sich die Halswirbel nur wenig aus ihrer natürlichen Lage nach vorn verschoben, das heisst es hatte der Schädel bei der Eingrabung auf dem Rumpf gesessen. Die Kaivaria liess sich aus zahlreichen Scherben im Hinblick auf das für eine Formanalyse Benötigte fast vollständig zusammensetzen: es fehlen lediglich die linke Schläfe, Teile der vorderen rechten Seitenwand über der Joch- bogenwurzel des Schläfenbeines, ferner kleinere Ausbrüche auf der linken Scheitelhälfte, im rechten Oberschuppenbereich des Okzipitale und schliesslich einige Partien der Basis. Der rechtsseitige Asterion- bereich ist posthum leicht flachgedrückt, jedoch wird die Analyse da- von nicht behindert. "Vom anatomischen Gesicht sassen die wesent- lichen Teile im Erdklumpen am ursprünglichen Ort, sie hatten sich aber auseinandergelöst, die hauchdünnen Gegenden der Wangengruben waren zerbröselt, einige nach den Seiten und nach vorn herausragende Stücke, so die beiden Nasenbeine fehlten. Dass auch das meiste des Keilbeines und das ganze Siebbein zu unbrauchbarem Grus zerfallen oder verloren gegangen ist, bedeutet zwar für die Typognose keine nennenswerte Einbusse, ist aber wegen eines pathologischen Befundes (S. 139) sehr zu bedauern. Im einzelnen sind vom Gesicht vorhanden: 128
        

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