VII. VERSCHIEDENES 1. Fragment eines leicht konischen, zylindrischen grauen Steines (Abb. 9, 15), Wetzstein? Nach Bestimmung durch Frl. Dr. D. Schmeer, Bayer. Geologisches Landesamt, stark toniger Sandstein. 63,253 2. Fragment eines zylindrischen Wirteis aus bräunlichem Ton (Abb. 9, 17), ähnlich Moosberg Taf. 8, 18. 63,156 3. Vieleckiger, fast rund wirkender Wirtel aus Blei (Abb. 9, 19), zum Mittelloch leicht ansteigend. Eine gleiche Bleischeibe liegt aus Carnuntum vor (RLiÖ. 7, 1906, 76 Fig. 37, 6). Einfache durchlochte Bleirundel begegnen mehrfach in spätrömischem Zusammenhang, z. B. in Kellmünz, H.-J. Kellner, Das spätrömische Kellmünz (1957) 37 Abb. 3, 11 und in Metz, Jahrbuch d. Ges. f. lothr. Gesch. u. Altertumskunde 14, 1902, 413. 63,256 4. Scheibe aus. Lavez mit zentrischer Durchbohrung in der Mitte (Abb. 9, 18). Wirtel ? Nach Bestimmung durch Frl. Dr. D. Schmeer, Bayer. Geologisches Landesamt, glimmerreiches Talkgestein (tonig- glimmerig verunreinigter Speckstein). 63,152 5. Scheibe aus Lavez mit zentrischer Durchbohrung in der Mitte (Abb. 9, 20). Auf einer Seite unregelmässig mit radialen Rillen verziert. Vgl. die ganz ähnliche Verzierung auf der Graphitton- scheibe aus Hörafing, Gde. Weildorf, Ldkr. Laufen (Bayer. Vor- geschichtsbl. 29, 1964, 140 Abb. 7, 21. 61,344 6. Flach konkave Scheibe aus Lavez mit zentrischer Durchbohrung in der Mitte (Abb. 9, 21); auf der konkaven Seite stärker mit radi- alen Rillen verziert als Nr. 5. 62,30 Zur Frage der Deutung jener Art von Scheiben als Spinnwirtel, Spielgerät oder anderes zuletzt R. A. Maier, Bayer. Vorgeschichtsbl. 29, 1964, 173 Anm. 43. Hier wird auch darauf aufmerksam gemacht, dass die stofflich so ähnlichen und funktionell sich entsprechenden Rundel aus Graphittonscherben und die aus Lavez sich in ganz verschiedenen Gebieten finden, indem die Graphittonrundel sich etwa auf den nori- schen Bereich, die Lavezscheiben auf das nordwestliche Alpengebiet beschränken. Zu diesem räumlichen Unterschied scheint noch ein zeit- licher zu kommen; die Graphittonrundel begegnen vorwiegend in der früheren Kaiserzeit, während die Lavezscheiben vielfach in spätrömi- schem Zusammenhang erscheinen. 108
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.