Nr. 11 Schweizerische Kirchenzeitung 21. Mai 1S42, S. 335— 336 Kirchliche Nachrichten Graubünden. (Zufällig verspätet und Eingesandt). Zu Anfang die- ses Jahres lasen wir in der allgemein verbreiteten und beliebten Schweizerischen Kirchenzeitung einen Artikel über die Kantonsschule in Disentis, der, wie es Mehreren scheint, vorzüglich gegen den Vor- stand jener Anstalt gerichtet war, indem der Anstalt selbst in religiöser Hinsicht nichts vorgeworfen werden kann, und lediglich durch den Vorstand das Vertrauen zu ihr so tief gesunken ist. Statt einer Wider- legung erschien eine plumpe Erklärung desselben, die pflichtgemäss mit zweckdienlichen Worten der Redaktion gleich begleitet wurde. Jeder tiefer schauende Leser wird sich über den wahren Stand der Dinge selbst sein Urtheil bilden können. Möge daher der erste Ein- sender sich jeder andern Gegenbemerkung enthalten, indem das Publikum es gewiss satt hat, weitere Eröffnungen über eine Anstalt zu erhalten, die doch nach dem Verlangen aller wahren Patrioten und gewiss des hochwürdigen Gotteshauses Disentis selbst in kürzester Zeit mit der bischöflichen Schule in St. Luzi vereinigt werden wird, wo dann die kirchliche Behörde selbst, nach Pflicht und Gewissen, all- fällige erforderliche Änderungen und Ausscheidungen vornehmen kann. Nr. 12 Peter Kaiser an Alois de Latour 22. Mai 1842 Hochgeachteter Herr Landrichter ! Vorzüglich über zwei Gegenstände wünsche ich Jhnen Mittheilung zu machen und sie Jhrer Beeinsichtigung1) dringend zu empfehlen: das erste ist, dass Sie ja alles aufbieten möchten, die Lokalität der Schule wenigstens für 3 — 4 Jahre in loco zu sichern, wofern, was nicht erwartet werden kann, die Curie die Proposition des löbl. Schul- raths nicht annimmt. Es ist nicht nur im Interesse der Sache, sondern auch der Politik, indem die Leute nachgerade des ewigen Schulgezän- 100
        

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