I. Vorbereitungsschule Die Forlschritte der I. Kl. der Vorbereitungsschule im Rechnen, im Schreiben, im Lesen (romanisch und deutsch) waren gut, zum Theil auch im Deutschen. Es wird für den Sommerkurs für den deutschen Sprachunterricht in dieser Klasse besser gesorgt werden können. Die zweite Klasse der Vorbereitungsschule leistete im Deutsch, im Rechnen, im Schönschreiben, was man billiger Weise verlangen konn- te, ebenso im Romanischen. Im Religionsunterricht war man mit beiden Klassen zufrieden. Es ist nur zu wünschen, dass der Unterricht in der deutschen Sprache in beiden Klassen mit besonderer Aufmerksamkeit behandelt und dass die Übung im Deutschsprechen unablässig gefördert werde. Sind sie im Deutschen stark, so gibt sich das Romanische von selbst, da ja doch die Romanische Sprache keine Literarsprache ist und die Schüler, wenn sie im Deutschen nicht einige Fertigkeit haben, nicht in die Realschule oder das Gymnasium befördert werden können. II. Realschule und Schullehrer-Bildungsanstalt. Die Realschule leistete in den vorgeschriebenen Fächern, was nur verlangt werden kann. Es ist eher darauf zu dringen, dass man den Umfang in den einzelnen Fächern beschränke, um dadurch noch grös- sere Sicherheit und Gewandtheit im Einzelnen zu erzielen. Die Schullehrer fallen in zwei Abtheilungen: die eine, weit grössere, ist der deutschen Sprache nicht so mächtig, dass sie in der Pädagogik und Unterrichtslehre unterrichtet werden könnte; sie müssen daher noch in der Vorbereitungsschule verbleiben, und da wäre es aller- dings wünschenswerth, dass man solche Lehrer für unsere Schule hätte, welche den Unterricht so zu betreiben verstehen, wie es eine tüchtige Elementarschule verlangt. Die andere Abtheilung hat den Unterricht in der Pädogogik begon- nen, sie kann aber noch nicht praktisch geübt werden, bis sie nicht im Theoretischen fester ist. III. Das Gymnasium. Auch hier waren die Leistungen befriedigend. Nur ist für die untern Gymnasialklassen, in Bezug auf das Lateinische, manches zu wünschen, was aber nach den bisherigen Verhältnissen nicht leicht zu ändern war. 95
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.