dringen wird. Die andern lassen ihn machen und sehen es (gerne), wenn er etwas in ihrem Sinn ausrichtet. Er will das Schulwesen in seine Gewalt bekommen ! Die katholischen Bündner sollen in jeder Beziehung von der Curie und ihrer Gnade abhängen ! Alle Kraft muss sich dahin vereinigen, dass die Sache im nächsten Grossen Rathe entschieden wird, dass nichts hängen bleibt, sonst geht die Sache zugrunde, dass man die Herrn in ihren eigenen Schlingen fängt. Das Fordern nimmt kein Ende, bis die hiesige Sache zerstört ist, wenn man nicht abbricht ! 6. Hinsichtlich des Herrn Schw. so meine ich, dass eine kategorische Erklärung am Platze sei, nicht nur dass er der Verf. nicht sei, sondern dass er ganz entgegengesetzte Ansichten von der Schule und mir habe und dies schriftlich thue. Die Schule ist nieder- trächtig gemacht und gesagt, sie sei in Verwirrung und gehe ein, wenn St. Luzi sie nicht aufnehme u.s.w., es sei keine Ordnung, keine Disziplin usw.; (was) zu mir gesagt ist, will ich nicht erwähnen. Auf jeden Fall wird, wenn er ein Zeugniss verlangt, darauf Be- dacht zu nehmen sein. Er kam zwei Mal zu mir, entschuldigte sich und zuletzt sagte er, man habe seine Nachrichten und Materialien missbraucht — vom Lieferanten des Materials ist kein grosser Schritt zum Fabrikanten. Auf jeden Fall verdient diese Sache Über- legung, besonders wegen der Indiscretion des Individuums, und es ist später keine Ehre, gegen einen solchen Menschen sich wehren zu müssen, der, wie ein Meuchelmörder, verfährt ! 7. Jch habe genug geschrieben und mehr als Sie lesen mögen. Sie sehen meine Theilnahme, meine Gesinnung, meine Überzeugung, meine Bekümmernisse, und ich würde es nicht wagen, so weitläu- fig zu sein und so vieles durcheinander zu werfen, wenn ich nicht wüsste, dass Sie es nicht übel aufnehmen, sondern einen Beweis sehen, wie sehr mich die Sache interessirt und beschäftigt. Genehmigen Sie die Versicherung aufrichtiger Hochachtung, womit ich verharre Jhr ergebener Disentis, 5. März 1842. P. Kaiser, Rektor. 93
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.