Ich muss noch auf zwei Punkte zurückkommen: 1. Nach meiner Ansicht soll der Curie die Wahl des Moderators nicht9) überlassen werden, ausser man überlasse ihr auch die des Rectors, das ist alles. In Praxi mag sich freilich manches anders gestalten als in der Theorie, allein eine Schule kann, wenn es gut gehen soll, nicht unter zwei10) Herren getheilt werden, wenn ich so sagen soll. Partheiliche Rücksichten sollen nicht vorwalten, wo es die Sache gilt. Ich erkläre noch einmal, dass ich auf (das) Rectorat und alles verzichte, wenn der Sache dadurch ein Dienst geleistet wird, und ich sage es nicht aus irgend einem Grunde, den man verwerfen könnte, es ist mein Ernst — so sehr ich auch auf der andern Seite nicht läugne, dass es mich schwer ankommt und ich gerne im Schulwesen arbeite, solange ich Kräfte und das Ver- trauen der Behörden habe. 2. Hinsichtlich der Erwiderung der Broschüre will ich gerne die Arbeit mit Ihnen theilen, nur glaube ich, sollte der erste Entwurf von meiner Hand gefertigt werden, woraus dann die nöthigen Ände- rungen, Verbesserungen usw. nach Ihrer Ansicht vorgenommen wer- den sollten. Die Sache muss mit Würde und mit Überlegung ge- macht werden, und man muss sich in keiner Hinsicht etwas ver- geben, am allerwenigsten aber der Sache. 3. Gegen den Artikel in der Luzerner Kirchenzeitung habe ich schon vor 14 Tagen meine sehr kurze Erklärung des Inhalts eingeschickt: «dass ich den Verfasser des Schmähartikels in der Kirchenzeitung gegen die hiesige Schule und mich für einen gemeinen Verdächtiger und Ehrabschneider erkläre, bis er sich nicht öffentlich nennt, dass man gegen ihn verfahren könne, wie so eine niederträchtige Hand- lung verdiene». Nimmt sie die Erklärung auf, so ist die Sache ab- gethan, nimmt sie sie nicht auf, so lässt man sie in andern Blättern setzen. Sonach bedürfte dieser Artikel in der Erwiderung nur einer Hinweisung auf unsere Erklärung. 4. Gut ist es meines Erachtens, wenn die Erwiderung kurz zu dem Zusammentritt des Grossen Raths ausgegeben und allen Geistlichen ebenfalls zugeschickt wird. 5. Glauben Sie ja, dass ein Kampf um die Schule eigentlich nur ein Kampf mit dem jungen Kanzler ist ! Es ist die Frage, ob er durch- 92
        

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