Versteht sich, das man bis Austanz die Dinge hier alles im Stande lässt, wie es ist, dass Ruhe und Ordnung bleibe, aber ist die Existenz der Schule hier gesichert, sollen die erlebten Erfahrungen nicht ver- gebens sein. Der Schwarzische Schmähartikel in der Luzerner Kirchenzeitung ist das Schändlichste, was über die Schule gesagt werden kann, ist voll Gift und Galle und mir ist es, wie gesagt, ausser allem Zweifel, dass er es ist ! Er war ja früher Zeitungsschreiber in Bamberg und das alte Handwerk muss er immer noch treiben. Dass er zwei Schüler fortschleppen will, hat er mir selbst gestanden und alle Einleitung in St. Gallen getroffen. Natürlich kann ich dagegen wenig machen; ich habe gesucht durch andere dagegen wirken zu lassen. Bedauern sind auch Condrau's Verzug.0) Ich weiss also nicht, was (?) geschieht, doch zweifle ich, dass er sie fortbringt. Hätte man in der Schule selbst treue und entschiedene Leute an der Hand, so ginge es, aber da fehlt es. In der Noth lernt man die Freunde kennen der Sache und wenige bewähren sich ? — Zu den Frühlingsprüfungen bitte ich, den Hr. Bundesstatthalter Vieli abzuordnen, wenn Sie selbst nicht können.7) Er müsste wenig- stens am 21. März Vormittag eintreffen. Die Prüfungen dauern nur zwei Tage. Sodann würde man über die Feiertage Vakanz geben, so- dass Donnerstag nach Ostern alle Schüler wieder eintreffen müssten. Hinsichtlich Linne muss ich nochmals erinnern, dass er unvoll- ständig, folglich werthlos ist, und dass man ihn dem Verkäufer, wenn er ihn nicht complet liefern kann, zurücksende.8) Da Herr Schw. erst in der Osterwoche fort will, so ist für den neuen Lehrer kein Quartier und es ist sehr gut, wenn Herr Eberz ihn nicht sieht und auch nicht weiss, wozu er angestellt ist. Herr Eberz hat dem H. Schwertmann geschrieben, er wünschte noch das Osterfest in Frankfurt zuzubringen. Ich habe ihm gesagt, er möge Herrn Eberz schreiben, er solle jedenfalls in der Osterwoche eintretten, doch wenn er einen Werth darauf lege, Ostern noch in Frankfurt zu feiern, so würde er sich darüber bei dem löbl. Schulrath wohl entschuldigen können, wenn er auch ein paar Tage später käme. Es ist besser, wenn Herr Eberz erst hieher kommt nach Herrn Schw. Abreise. 91
        

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