>) Dieser Passus deutet darauf hin, dass nicht eigentlich Prof. Schwarz den Artikel tale quäle geschrieben hat, sondern nur indirekt beteiligt gewesen war. -) Die gleiche Kirchenzeitung korrigierte am 10. September 1842, S. 654 diese Nachricht, da dieser Lehrer, «wie wir genau wissen, kein junger Mensch aus Preussen, sondern ein gebildeter, erfahrener Arzt aus Hannover ist, der den Ruf als Lehrer der Naturgeschichte hieher erhielt». 3) Vielleicht ist hier Placidus Condrau gemeint, der dann 1843 - 1850 Lehrer war, vorher aber in München studierte, auch dort Joseph von Corres hörte. Ischi 1922, S. 10-11. Zu seiner Wahl als Professor in Chur schrieb die Schweiz. Kirchenzeitung 1843, S. 676, Placidus Condrau sei zwar für die Professur der Geschichte ein «wohl noch nicht genug erfahrener Mann, der aber, wie man von achtbarer Seite hört, voll wissenschaftlichen Eifers und von katholischen Grundsätzen ist». 4) Vermutlich ist hier Julius Sgier gemeint, der als Student ein begeisterter Anhänger Kaisers war, wie aus der Chronica Monasterii I. S. 9 f. ersicht- lich ist (siehe unten). Er lehrte später an der Churer Kantonsschule Deutsch und alte Sprachen bis zu seinem 1866 erfolgten Tode. Im «Bündner Tag- blatt» vom 28. November 1866 stund: «Dem verstorbenen Rektor Kaiser ist er im Leben und im Sterben ein treuer Freund gewesen». Weniger wahrscheinlich ist Georg Nuth gemeint, der zwar auch Schüler damals war, sich aber doch nicht so in den Streit einliess wie Sgier. Nuth dozierte später in Chur Mathematik und Deutsch, wurde aber 1865 nicht mehr ge- wählt, erhielt jedoch eine Stelle als Mathematik-Professor in Zug bis zu seinem Tode 1885. Er gehörte jedoch seit 1856 der liberalen Partei an. Über beide Professoren siehe Bazzigher, Geschichte der bündnerischen Kantonsschule 1904, S. 205 — 206, ferner Gadola G., 150 onns scola canto- nala 1954, S. 10-11. 3) Josef Anton Henne (1798 — 1870), liberaler Historiker und Politiker, ver- liess 1841 St. Gallen. HBLS IV. 183 — 184. Nr. 4 Peter Kaiser in Alois de Latour 6. Februar 1842 Hochgeachteter Herr Landrichter! Es hat sich einer der vertriebenen Katholiken im Aargau an mich gewandt, ob es nicht möglich wäre, ihm an unserer oder einer andern Schule oder bei einer Herrschaft eine Stelle zu verschaffen. Er hat studirt, ist Doktor der Rechte und war früher Sekretär bei der aargau- ischen Regierung und dem dortigen Schulrath, Mitglied des Grossen 79
        

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