PETRARKA'S ERSCHEINUNG Wachend, oder auch im Traume, Süsser Sänger, seh ich dich, Nieder von dem Sternenraume Schwebest du, und tröstest mich. Ganz vom Himmelslicht umflossen, keine Thrän im Auge mehr, Und mit Wonne Übergossen Seh' ich dich verklärt und hehr. Deine Laura, wonne-schauernd Ist sie nun mit dir vereint, Um die du oft einsam-trauernd Heisse Thränen hast geweint. Deine Gluth fühl ich im Busen, Habe auch dein edles Herz; Doch so günstig sind die Musen Meiner Qual nicht, meinem Schmerz. Auf zum Himmel möcht ich dringen Durch des Liedes Allgewalt, Deinen Kranz möcht ich erringen, Doch die Flügel sinken bald; Denn mir schwindelt vor den Höhen, Die dein Genius erreicht, Und mit Trauern muss ich sehen, Wie mein Lied zur Erde schleicht. Alle Kraft ist mir benommen, Oed' der Fantasien Land; Und die Gluth, sie ist verglommen, Wie wenn sanft ein Lenz entschwand. Auch gestorben noch zu leben In der Enkel theurem Mund, Wie muss das die Seele heben In der düstern Todesstund'! Doch der Trost ist mir versaget, Bin ich einmal ach ! nicht mehr;
        

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