damaligen brüderlichen Stimmung der deutschen Völkerstämme nicht nur die Einheit des Reichs herstellen, sondern auch die Einheit der deutschen Kirche wenigstens vorbereiten können». Was Kaiser unter einem «Pfaffen» versteht, ergibt sich vielleicht aus folgender Bemer- kung. Kaiser sagt von Nabholz: «Obwohl er katholischer Priester war, war doch keine Spur von jenem pfäffischen Geist in ihm, der Mücken fängt und Kamele verschlingt.. . Kein Wort der Verdammung kam über seine Lippen; wer Christum aufrichtig suchte, den liebte er als einen Christen, ohne darauf zu achten, welchen Schild er vor seinem Hause habe». Es erscheint also angezeigt, die getanen Überlegungen zu beachten, wenn man das erwähnte «Stille Gebet» untersucht. NINA, SCHLAFEND 
122) Da ruht sie, hingelegt das müde Haupt, Auf eines Tempels halbverfall'ne Trümmer, Wo durch's Gezweig, mit Epheu sanft umlaubt Strahlt Luna mit dem düstern Silberschimmmer. Wie süss sie schläft! So süss ist Engelruh', Sie ahnt nicht, dass sie über Gräbern lieget; Wie hehr, wie wunderbar Natur, bist du ! Wohl dem, der sich an deinen Busen schmieget! Sie träumt! wie göttlich schön ist nicht ihr Traum, Wie sanft ein zartes Roth ihr Antlitz malet! Von Liebe träumet sie; im Himmelsraum Schwebt nun ihr Geist, wo reine Liebe strahlet. Du Götterbild, nur Einen, Einen Kuss ! Doch schlafe nur, nichts störe deinen Schlummer, Treu schwebt um dich der Liebe Genius, Du schläfst, ich wach', und trage deinen Kummer. Briefentwurf Kaiser an Niederer in Genf, 8. Dezember 1843, Mappe B 2072/6, Staatsarchiv Graubünden, Chur. 122) Grossherzoglich Badisches privilegirtes Freiburger Wochenblatt, 1818, S. 292. 52
        

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