Wir sind ruhig hier, fern von jeder ängstlichen Besorgniss, aber zu- gleich gestählt und gerichtet, sage das den andern, den Schwarzen allen. Sie dürfen wohl etwas auf uns halten. Die gegenwärtige Stim- mung spricht ziemlich allgemein aus, dass das ächte Volksleben, dass ächte Volksthaten noch nicht vorhanden sind bei uns. Es muss eine bessere Zeit kommen, mehr Saamen muss ausgestreut werden, dass die Saat dichter reife. Und was sagt man höchstens: den K. Sand bedaure ich, er ist ein guter Mensch, Kotzebue. nun, der hat mich oft unter- halten, hätte wohl noch leben können, die That aber verabscheuen alle, das gefällt mir nicht. Hat die öffentliche Meinung sich nicht schon laut genug ausgesprochen, was Kotz-(ebue) am teutschen Volke ist, von wem er abhängt ? hat man nicht gewarnt vor ihm ? Und er wusste, dass er kein werther Gast ist; und blieb doch. Die Regierungen kennt man ! ! ! — Hatte also nicht jeder Teutsche das Recht solch einen Mann nieder zu dolchen? O ja ! das ist nicht fanatisch, es ist gerecht, und wenn alle blind sind, so muss der Sehende wachen. Ja, wenn unser Volk energisch und volksthümlich genug gewesen wäre, dass es so einen Kerl ins Gesicht gespukt und ihm keine Herberge gegönnt hätte; dann hätte es so einen Generalstreich nicht gebraucht, aber — ... 48
        

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