V. Lenzburg, Aarau Ende August 1823 verliess Kaiser die Pestalozzische Anstalt in Yverdon und zog zu seinem Freund Johann Karl Christian Lippe, der auf dem Schloss Lenzburg ein Erziehungsinstitut leitete. Sie hatten sich in Hofwyl kennen und schätzen gelernt, wo beide als Lehrer bei Fel- lenberg tätig gewesen waren. Aber schon im Oktober weilt Kaiser in Aarau. Von 1823 bis 1827 hält er im Aarauer «Lehrverein» Vorlesun- gen in Römischer Geschichte.i)2) Kaiser ergänzte durch seine Vorle- Niederer schon am 2. Dezember 1843 in Genf starb. Es finden sich bei diesem Briefentvvurf auch Notizen Niederers über Nabholz. Kaiser scheint sich später der Abfassung einer Biographie von Nabholz angenommen zu haben. «Erwähnt werden mag auch die kleine Schrift «Leben und Wirken des Seminardirektors Ph. Nabholz», die er (Kaiser) 1846, verfasste, von der wir indess nicht wissen, ob und wo sie im Drucke erschien». (Nach- ruf auf Kaiser in: Programm der Bündner Kantonsschule für 1863/64). In den «Badischen Biographien», hrsg. von Friedrich von Weech, II. Teil (Heidelberg 1875), S. 94 — 96, findet sich am Schluss des Artikels über Philipp Jakob Nabholz zitiert: «Kurze Biographie von Ph. Nabholz, bear- beitet von Seminaroberlehrer Flink», nach einem in der Meersburger Seminarbibliothek befindlichen Manuskripte aus der gediegenen Feder des in Chur verstorbenen Professors Kaiser. — Diese Mitteilung verdanken wir Herrn Dr. Georg Boner, Staatsarchiv des Kantons Aargau, Aarau. — Das erwähnte Manuskript ist nicht mehr auffindbar. 1870 erschien in Konstanz bei Otto Ammon eine Broschüre mit 112 Seiten mit folgendem Titel: (Johann Flink): «Kurze Biographie von Philipp Nab- holz, dem gewesenen Seminardirektor zu Aarau, Rastatt, Ettlingen und Meersburg. Nebst dessen Portrait und einem Anhange, enthaltend die den Einladungen zu den öffentlichen Prüfungen am Grossh. Bad. kath. Schul- lehrerseminar zu Ettlingen 1837, 1838 und 1839 beigegebenen wissen- schaftlichen Abhandlungen von Nabholz». Die Vorlage bildete ein «Vor- trag, gehalten zu Donaueschingen den 7. Oktober 1869 in der Versammlung von Schülern und Freunden des verstorbenen Seminardirektors Nabholz». Auf Seite 2 heisst es: «Nach diesen allgemeinen Charakterzügen unseres seligen Lehrers und väterlichen Freundes will ich es versuchen, aus der Biographie deselben, welche der schon vor 7 Jahren verstorbene Con- rektor Professor Kaiser von Chur, ein langjähriger Freund Nabholzens, verfasst hat, die Hauptmomente Ihnen vorzuführen . . . »; Das Stadtarchiv Meersburg hat uns freundlicherweise ein Exemplar dieses offenbar sel- tenen Werkes leihweise zur Verfügung gestellt. Drack, Markus T.: Der «Lehrverein zu Aarau» 1819 — 1830. Diss. phil. Freiburg i. Ue. (ungedruckt), S. 89. 40
        

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