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1363». Die Abschriften Hess sehr wahrscheinlich Landvogt Franz Xaver Menzinger (1740 — 1809), von 1788 bis 1808 Landvogt in Vaduz, durch Rentmeister Joseph Fritz (1785 — 1805 im Amt in Vaduz) herstellen. Landvogt Menzinger sammelte und registrierte die von den Franzosen über den Schloss- felsen in Vaduz hinuntergeworfenen Urkunden. Menzinger besass ein ausge- prägtes historisches Bewusstsein, vgl. JbL. 1913, 34 f. (M. Menzinger); JbL. 1947, 52, (Tschugmell); JbL. 1953, 45 f. (Malin). Von diesen Abschriften ist der grössle Teil nach den Originalen oder anderen Abschriften schon publiziert. Es handelt sich dabei um Urkunden, die sich besonders mit dem Besitz der Familie Vaistli und des Hans lmhof befassen (LUB. 112, 133 ff., 136 ff., 151 ff., 161 ff., 175 ff.. 177 ff., 180 ff., 195 ff., 198 ff., 205 ff.). Sie waren Besitzer der Güter und Rechte, die später in das Eigentum des Klosters St. Johann im Thurtal übergingen. Zu diesem Urkundenkomplex gehört die obige Urkunde von 1363 Juli 21., sowie die Urkunde von 1376 April 25. Druck: Wartmann H., Urkunden d. Abtei St. Gallen IV., p. 47, n. 1609. Regest: JbL. 1918, 39 (Büchel). a «betten» in der Abschrift des Regierungsarchives. b «Herr» in der Abschrift des Regierungsarchives. c «Altenstatt» in der Abschrift des Regierungsarchives. d «dess» in der Abschrift des Regierungsarchives. e «henckint» in der Abschrift des Regierungsarchives. f «locus Sigüli 
pendentis» in der Abschrift des Regierungsarchives. 1 Friedrich von Toggenburg (f 1368). 2 Zwingenstein, festes Haus des grossen Hofes von Lustenau; die Feste befindet sich im Bez. Unterrheintal, Gem. Au. 3 Han, Feldkircher Geschlecht, Johann Han vielleicht Bruder des Feld- kircher Bürgers Walter Han, «des Capitels 
amptman» (LUB. 112, 193 ff., 205, 333). Walter Han hatte Margaretha Vaistli aus Vaduz zur Frau (JbL. 1918, 30, Büchel). Han ist als Geschlechtsname in Liechtenstein erst wieder im 18. Jahrhundert nachweisbar (JbL. 1957, 71 (Tschug- mell). 4 Litscher, verbreiteter Geschlechtsname in der liechtensteinischen Nach- barschaft: Ulrich Litscher, der Sohn des hier erwähnten Ulrich, war gräflicher Ammann in Feldkirch und starb 1373. Um 1307 tritt ein Ulrich Litscher als Zeuge auf (JbL. 1901, 210, Büchel; JbL. 1918, 39 Anmerk. 4, 52 Anmerk. 1, Büchel; LUB. 1/1, 150 f.; LUB. 1/2, 113, 353). Die Litscher waren Nachfolger der Vaistli auf dem Vaistli-Hof (heuti- ges Rotes Haus) in Vaduz. Josef Litscher verkaufte alle Besitzungen und Rechte an das Kloster St. Johann im Thurtal (Regierungsarchiv, «Urkunden betreffend Güter der Junker Vaistli in 
Vaduz» fol. 69 ff.).
        

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