— 36 — Urkunde auf mein Recht, das mir oder meiner Gattin im oft genannten Hof zukam. Jedoch haben wir noch folgende Bedingung beigefügt: Der vorgenannte Abt oder seine Nachfolger entrichten mir und meiner Frau als Entgeld für den genannten Hof, solange wir leben, eine Zah- lung, die gewöhnlich Leibgeding4 genannt wird, nämlich sechs Scheffel Getreide, von denen drei Scheffel Weizen sind, die übrigen drei aber gewöhnliches Getreide, im Volksmund Mekorn5 genannt. Es ist unter uns auch vertraglich vereinbart worden, dass, wenn ein Ehe- partner nach Gottes allmächtigen Willen stirbt, dem überlebenden Teil die Hälfte an Getreide vom vorgenannten Kloster abgesichelt werden soll. Sind wir aber beide gestorben, so ist die vorgenannte ganze Zahlung des Klosters hinfällig. Zeugen dieser letztwilligen Ver- fügung und dieses Verzichtes sind: der jüngere Graf Rudolph von Sargans.e der Dekan von Pfäfers, Herr von Wol- furt,7 Herr Manstoch,8 der Herr Rudolf von Grab s,9 Conventualen des Klosters, Herr Heinrich von Schellen- berg10, Herr Rudolph, genannt Ramung11, der Pfarrer von Mauren und der Vicepfarrer12 dieser Kirche, Ulrich, Er- zieher des genannten Grafen Rudolph, Johannes, Rektor der Schule in Pfäfers13, Johannes vonTriesen14, Hert- w i g , genannt S c h o r a n d 
15 und noch andere vertrauenswürdige Männer. Und zum Zeugnis aller vorgenannter Dinge lasse ich S w i g e r von Schellenberg1 mein Siegel an diese Urkunde hängen. Gegeben in Pfäfers, im Jahre des Herrn 1305, in den neunten Kaienden des Oktober, in der dritten Indiktion. Original: im Regierungsarchiv in Vaduz, Schachtel: Urkunden Eschen, Nr. 1; ehemals Klosterarchiv Pfäfers, dann Stiftsarchiv St. Gallen, durch Schenkung der St. Galler Regierung seil 1842 im Regierungsarchiv in Vaduz.. JbL. 1917, 28 (Schädlerj; Pergament 15 X 20,5 cm. Schrift in gotischer Kur- sive mit dunkler Tinte. Zeilen nicht ganz gerade, kehre Vorlinierung ersichtlich. Oben 0,6 cm breiter Rand, seitlich 1 cm und unten 2 cm, keine Plica. Auf der rechten Seitenhälfte unten, rundes Wachssiegel mit 4,4 cm Durch- messer; auf glattem Siegelfeld lediger Spitzschild vier mal geteilt. Inschrift: « + S' SW1GERI DE (SC)HELLE 
... Rückseite der Urkunde: «C Donacio Curie et curtis/monasterio 1305 Schwigerus / de schellenberg miles / Lit. D. D. D. de dato 
1305 (andere Tinte, vermutlich um 1500) fas. V Tit. 
Eschen». Taf. III. Druck: JbL. 1901, 206 ff. (Büchel). RegesH: JbL. 1915, 77, vgl. S. 80 (Büchel); JbL. 1917, 28 (Schädler); Wegelin n., 123; Krüger n., 139.
        

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