Versammlung, der Jahresbericht des Vorsitzenden und der Rechnungs- bericht wurden diskussionslos genehmigt. Der Kassier stellte den An- trag, den Museumsfonds als besondere Post in der Vereinsrechnung aufzulassen. Der Verein solle ermächtigt werden, das zweckgebundene Kapital in der Höhe von Fr. 1522.85 zu beziehen. Es soll für Museums- zwecke verwendet werden. Die Versammlung erteilte diesem Antrag ihre Zustimmung. Der Vereinskassier Felix Marxer gibt bekannt, dass der Vorstand beabsichtige, auch in Zukunft Vereinsausflüge zu veranstalten und möchte wissen, ob dafür unter den Mitgliedern Interesse vorhanden wäre. Das Vorhaben wird von der Versammlung allgemein begrüsst. Herr Walter Kranz dankt im Namen aller Teilnehmer an der Studien- fahrt nach Kempten und Ottobeuren den anwesenden Herren des Vor- standes des Heimatvereins Kempten, insbesondere Herrn Oberstudien- rat Dr. Knussert für die vorzügliche Organisation, für den freundlichen Empfang und die ausgezeichnete Führung. Anschliessend hielt Herr Mittelschul-Oberlehrer Kornelius Ried- miller, Kempten, einen Vortrag über «Leben und Wirken des Fürst- abtes Rupert von Kempten». Zunächst macht der Referent die Zuhörer an Hand von Lichtbildern mit den Zeitgenossen des Fürstabtes be- kannt. Nach Erwähnung der Abstammung und des Bildungsganges Rupert von Bodmanns ging er besonders auf die bewegte Regierungs- zeit als Fürstabt in der Periode von 1678 — 1728 ein. Von bleibender Bedeutung war dabei besonders die Berufung von Künstlern aus dem Bodenseegebiet zur Ausschmückung des fürst- äbtlichen Palais, sowie die Belebung von Handel und Handwerk der Stiftsstadt. Für Liechtenstein war die Einsetzung des Fürstabtes als Reichskommissar durch den Kaiser von Wichtigkeit. Als solcher hatte er ein Gutachten über die Hexenprozesse im Gebiete der Hohenemser ausgearbeitet. Dieses führte zur Einkerkerung des Grafen von Hohen- ems durch den Kaiser und zur Behebung der Exzesse im Gebiete der Grafschaften Vaduz und Schellenberg. Ausserdem war der Reichs- kommissar an der Entscheidung über den Verkauf der verschuldeten Grafschaften Vaduz und Schellenberg an den Fürsten von Liechten- stein massgeblich beteiligt. Das ausgezeichnete Referat wurde mit viel Beifall aufgenommen. 260
        

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