geringer Tiefe, 126 römische Münzen, die noch von Fachleuten näher bestimmt werden müssen. In einem der nächsten Bände des Jahr- buches soll ein ausführlicher Bericht über die Ausgrabung auf Krüppel erscheinen. Anfangs September wurde auf der Alpe Sücka, am Weg nach Silum, eine guterhaltene Lanzenspitze aus Bronze gefunden. Der Finder, Georg Sele, Student in Vaduz, hat den Fund, der vermutlich aus der späten Bronzezeit stammt, noch am gleichen Tag dem Landesmuseum über- geben. Ende September 1963 wurden in Schaan, in Hilti's Bündt, östlich des Gasthauses «Rössle» bei Kanalisationsarbeiten drei Gräber frei- gelegt. Sie waren teilweise mit römischen Dachziegeln umstellt und eingedeckt. Die Skelette lagen hintereinander in einer Reihe mit Blick nach Osten. Als Beigabe wurde lediglich in einem Grab ein schön verzierter Beinkamm gefunden. Ähnliche Kämme wurden bei der Gra- bung im Kastell in Schaan gefunden. Als Beigaben findet man sie auch öfters in alemannischen frühmittelalterlichen Gräbern. Oberhalb der alten Mühle in Triesen, gegenüber der Pfarrkirche, wurde im Herbst 1963 das Fundament eines Neubaus ausgehoben. Dabei beobachtete Dr. Rudolf Rheinberger einige Reste von römischer Terra sigillata. Ein Stück wurde auch von den Arbeitern übergeben. Römische Mauern, wie sie früher westlich davon ausgegraben wurden, wurden aber nicht angeschnitten. Sie wären aber etwas tiefer ohne Zweifel noch vorhanden. Bereits früher (1950) konnte hier beobachtet werden, dass am Bergfuss der Hangschutt mindestens 4 m hoch über einer römischen Kulturschicht und über römischen Mauerresten liegt. In der Gegend der alten Mühle wurden schon 1862 die Überreste einer römischen Villa gefunden. Im Jahre 1911 hat Egon Rheinberger dort eine Grabung durchgeführt und 1950 wurden beim Neubau des Alfred Kindle römische Mauern, Terra sigillata und eine Münze des Gallienus (254 — 268) gefunden. Die Sage von der verschütteten Stadt Trisuna hat also einen wahren Kern. Mit der von unserm Verein angeregten Restaurierung von Kunst- gegenständen, die sich im Museum befinden, wurde in diesem Jahr begonnen. Herr Gassner, Gemälderestaurator in Bludenz, hat das sand- grau übermalte Relief «Maria Tod» von Bendern restauriert und die alte,Fassung freigelegt. im • 257
        

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