aller Haustierreste Rinder. Auf die Oszillationen der entsprechenden Säulenhöhe in Abb. 17 ist bei der von Schicht zu Schicht stark schwan- kenden Fundstückzahl kein besonderer Wert zu legen. Kleine Wiederkäuer und Schweine teilen sich mehr oder weniger gleichmäßig in die übrigen runden 50 %'. Einzig die Horgenerzeit fällt durch starkes Überwiegen der Schweine über Ziege/ Schaf auf. 
— Cum grano salis konnte auf dem Lutzengüetle dasselbe festgestellt werden. Beide Stationen stimmen auch darin überein, daß hier wie dort die Horgenerschicht einen relativ großen Hausschwein- anteil mit der niedrigsten Wildschweinquote verbindet. Im übrigen sei hervorgehoben, daß die beiden Schichten, die ein- ander auf Borscht und Lutzengüetle kulturhistorisch und wohl auch zeitlich genau entsprechen, Michelsberger- und Horgenerschicht, in ihren Faunenbildern trotz sehr verschiedener Fundmengen besonders weitgehend übereinstimmen. Widersprüchliche Ergebnisse im Bereich der übrigen Schichten beider Stationen stellen uns Fragen, die durch weitere Forschung geklärt zu werden verdienen. IV. ZUSAMMENFASSUNG 1. Aufgrund von 2320 bestimmbaren Tierresten wurde versucht, ein Bild der einander folgenden Tierwelten am prähistorischen Siedlungs- platz auf dem Borscht zu zeichnen. Diese Reste verteilen sich sehr ungleich auf 3 verschiedene Horizonte des Neolithikums (Rössener-, Michelsberger- und Horgenerkultur) sowie auf eine frühbronze- und eine eisenzeitliche Schicht (Tab. 30). Die Untersuchung hatte auch den Zweck, die Ergebnisse von der Nachbarstation Lutzengüetle (H. HART- MANN-FRICK 1960) zu überprüfen. 2. Im Gegensatz zu einer von E. KUHN (1937) veröffentlichten Arbeit über Knochenfunde aus 2 frühern, sehr beschränkten Grabun- gen auf dem Borscht konnten neben Haustieren auch Wildtiere nach- gewiesen werden: Der Anteil der Wildtierknochen nimmt vom Früh- zum Spätneolithikum sprungweise zu (ca. 10, 20, 40 %), um dann zur Metallzeit auf ganz geringe Raten zu fallen (ca. 2%; Abb. 14). 248
        

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