Neben diesen Unterschieden stimmen die Faunenbilder beider Stationen in folgenden Punkten überein: 1. Hohe Hirschquote in der Michelsberger- und noch ausgeprägter in der Horgenerzeit. 2. Die Horgenerzeit weist von allen Schichten den niedrigsten Wildschweinanteil auf. 3. Der Biber ist im Neolithikum häufiger als in der Metallzeit. 4. In der Eisenzeit verarmt die Tierliste. 5. Entwicklung des Wildtier/Haustier-Anteiles während der Ge- samtsiedlungszeit (s. S. 243 f). 4. Die Haustiere (Abb. 17) Der Hund ist nur in den Schichten mit großen Fundzahlen (fBZ und EZ) nachgewiesen; im Neolithikum fehlt er. Bei den geringen Fundmengen dieser 3 Schichten ist dies weiter nicht verwunderlich. Ebenso sind die Pferdereste sehr spärlich und auf die Metall- zeit beschränkt. Falls es sich — wie wir annehmen (S. 203) — um Knochen und Zähne von Hauspferden handelt, vermuten wir mit E. KUHN (1937, 35), daß wir Reste von «Luxustieren» vor uns haben. Interessanterweise weist das Lutzengüetle trotz geringer Fundmenge in diesen Schichten einen mehrfach höhern Anteil von Pferderesten auf. Was nun die Wirtschafts- tiere anbelangt, so haben wir zunächst das deutliche Dominieren des Rindes in allen Epochen des Sied- lungsplatzes zu unterstrei- chen. Wie auf dem Lutzen- güetle sind rund 45 — 60 % Abb. 17. Haustiere Anteile der Wirtschaftstiere an der Gesamtzahl der Haus- tierknochen in jeder Schicht (Tab. 30).' 247
        

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