an der Gesamtfundzahl ändert sich nicht wesentlich. Auch das Verhältnis der Anteile der drei wichtigsten Jagdtiergruppen Wilschwein, Hirsch und «übrige» (ohne Biber und Bär) bleibt in den drei obersten Schichten im wesentlichen unverändert: Der Hirsch übertrifft bei weitem alle übrigen Wildarten. In der nächst tiefern Strate (MB) machen sich die «übrigen Wildtiere» stärker bemerk- bar; zwar dominiert nach wie vor der Hirsch mit gut 50 °/o. Aber an zweiter Stelle stehen nun zwei Gruppen: Die Gruppe der «übrigen Wildtiere» (inkl. Ur!) stellt sich mit 18 °/o neben die Wildschweine. — Noch eine Schicht tiefer (SR) ändert sich infolge der neuen Beurteilung der Rinderknochen das Bild sehr stark: Während die «übrigen Wildtiere» sich an die Spitze stellen, muß sich das Wildschwein, wenn auch mit bedeutungslosem Abstand, mit dem 2. Platz begnügen; der Hirsch, welcher in der Schussenriederschicht ohne- hin durch seinen niedrigen Anteil auffiel, verliert noch weiter an Bedeutung.- Über alle 5 Schichten hinwegschauend zeigen sich 2 bedeutsame Linien: 1. Der Hirschanteil nimmt vom Frühneolithikum (SR) zur Eisenzeit mit einem Stillstand Horgener-/Bronzezeit zu; 2. Der Anteil der «übrigen Wildtiere» ver- mindert sich im Laufe des gleichen Zeitraumes. Tabelle 31 Lutzengüetle Wildtiere Bereinigte Anteilzahlen (Vergl. Text, Abb. 16 und H. HARTMANN-FRICK 1960, Tab. 81). Wildanteil 
In % aller 
Wildtierknochen in °/o der Gesamt-KNOZ 
Wildschwein 
Edelhirsch übrige ohne Biber u. Bär; in ( ) Ur allein 1960 neu 
1960 neu 1960 neu 
1960 neu EZ 12,6 12,8 
8,7 8,6 82,6 81,4 1,5 
2,9 (1,4) BZ 12,8 
13,2 21,0 20,5 72,9 
71,1 
3,7 6,0 (2,3) Ho 
45,5 45,8 
6,6 6,5 77,4 77,0 8.1 
8,7 (1,2) MB 11,5 
12,8 19,5 17,6 58,1 52,4 
9,0 18,0 (9,9) SR 5,1 
7,8 
49,1 32,2 40,7 26,7 
3,4 36,7 (34,4) Die unerwartete Verdrängung des Hirsches durch den Ur im Fau- nenbild der Frühbronze und besonders deutlich in der Eisenzeit auf dem Borscht ist durch die überarbeiteten Ergebnisse vom Lutzengüetle (s. oben) nicht bestätigt worden. Ebenso widersprüchlich sind die Ergebnisse aus dem Frühneolithikum, wo auf dem Borscht der Rösse- nerkultur Urknochen vollständig fehlen, während die Schussenrieder- schicht des Lutzengüetle den Ur an 1. Stelle führt (Tab. 31). Es hält schwer, diese gegensätzlichen Resultate zu deuten. Man müßte an umfangreicherem Material die Frage weiter prüfen. 246
        

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