Berechnung zugrundelegt. Die Berechnung, die auf einen einzigen Knochen aufbaut, führt, wie man sieht, nur zu vagen Resultaten. Wir begnügen uns darum mit der Feststellung, daß die Michelsbergerrinder auf dem Borscht zwar kleine, aber keineswegs zwerghafte Rinder waren, wie wir sie in ähnlicher Größe auch auf dem benachbarten Lutzengüetle festgestellt haben (H. HARTMANN-FRICK 1960, 155). Aus den beiden metallzeitlichen Schichten haben wir wohl größere Serien von Maßen, aber der Mangel an vollständigen langen Knochen ist hier absolut. Aus den Zahn- (S. 230 f) und den Längenmaßen an Astragalus und Phalangen (S. 236 f bzw. 238 ff) läßt sich ein leichter Größenrückgang von der Frühbronze- zur Eisenzeit ablesen; dies be- stätigt den Befund vom Lutzengüetle (H. HARTMANN-FRICK 1960, 155 f., 166). Zahnmaße (S. 230 f), Breite und Durchmesser der Gliedmaßen- knochen (S. 232 ff) sowie die Länge von Astragalus (S. 236 f) und der Phalangen (S. 238 ff) sind in den metallzeitlichen Schichten unserer Station im Durchschnitt in der Mehrzahl der Fälle etwas größer, in andern wieder kleiner als in den entsprechenden Schichten des Lutzen- güetle. Die Größendifferenzen und die Anzahl der vorliegenden Maße sind aber zu gering, um einen Unterschied in der Viehgröße der bei- den Stationen zu postulieren. So bestätigt sich der «Eindruck, daß die Rinder der einander entsprechenden Zeiten untereinander durchaus vergleichbar sind» (H. HARTMANN-FRICK 1960, 156). Im ganzen ge- sehen mag ihre WRH zwischen etwas mehr als 1 m und 1,30 m be- tragen haben. III. ERGEBNIS Zum Abschluß soll versucht werden, aus den am Material gewon- nenen Befunden ein Bild der Faunen, wie es sich in den 5 Epochen darbietet, zu runden. Dabei haben wir auch die Verhältnisse auf dem nur knapp 2 km entfernten Siedlungsplatz auf dem Eschner Lutzen- güetle vor Augen (H. HARTMANN-FRICK 1960, 157 — 162). Die Ana- lyse der Tierfunde vom Borscht ist ja u. a. geradezu als Test für die Stichhaltigkeit der Resultate aus jener Station unternommen und da- rum auch in ähnlicher Weise dargestellt worden. 242
        

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