Auffallend ist der hohe Anteil erwachsener Hausschweine (56,6 % bei der MIZ, 51,7 % bei der KNOZ): Es ist zu beachten, daß Knochen und Zähne junger Tiere rascher zerfallen und bei der Ausgrabung eher übersehen werden (vgl. J. BOESSNECK, 1958, 94). Andererseits muß daran gedacht werden, daß zur Weiterzucht ausgewachsene Sauen und Eber nötig sind. Dieser Umstand erklärt das Vorhandensein älterer Tiere überhaupt. — In der bronzezeitlichen Schicht des Lutzen- güetle stellte H. HARTMANN-FRICK (1960, 90 f.) 32 % (bzw. 21,1 % bei der KNOZ) erwachsener Tiere fest. — Für das Neolithikum hat TH. JOSIEN (1956, 60) in Burgäschi-Südwest und in Lüscherz (Locras) ähnliche Verhältnisse wie auf dem Borscht gefunden, während die gleiche Autorin in Lobsigensee und Auvernier weniger Adulttiere nach- wies (40 bzw. 20 %>). In Burgäschisee-Süd hat J. BOESSNECK (1963, 56) Hausschweine nur bis zum Alter von 2 Jahren festgestellt, was nach obigen Überlegungen bemerkenswert ist. Die eisenzeitliche Schicht lieferte Kiefer und Zähne von 2 Wild- (ca. V/2 u. 2 J. alt) und 11 Torfschweinen: Torfschweine Alter, J. 9 
<3 
$od. 6 To'.al 172 
— 2 1 0 
2 3 ca. 2 
2 3 0 
5 2—4 0 1 
2 3 Total 3 
4 4 11 Die Altersverteilung ist in dieser Schicht anders als in der Bronze- zeit (S. 207): Anteil der erwachsenen Tiere 27,3 % (bei der KNOZ 26,7 %), Fehlen ganz junger Tiere, keine mehrjährigen Weibchen, aber hier wie dort ein hoher Anteil männlicher Reste. Vergl. dazu den Befund an den Humeri (S. 211). Die Maße von Kiefern und Zähnen sind in Tab. 7 u. 8 zusammen- gestellt. Bei den Unterkiefern aller Schichten ist jeweils der Kehlrand weg- gebrochen. Die Kiefer sind also nicht nur quer zerbrochen sondern auch noch unterseits geöffnet worden, so daß alles Essbare daran aus- genützt werden konnte. Vergl. dazu J. LÜTTSCHWAGER, 1961, 104. Aus 
der Frühbronze liegen 3 Atlanten von Torfschweinen vor. Die Breite der kranialen Gelenkfläche mißt bei den drei Stücken 47, (54) bzw. 54 mm. 209
        

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