Aus der Eisenzeit liegt einzig ein Navicuiare (Cs tarsi centrale) vor. Seine größte Breite mißt 46 mm und übertrifft damit das in der Bronzeschicht des Lutzengüetle gefundene Stück um 3,5 mm (H. HARTMANN-FRICK 1960, 70). 8. 
Wildschwein, Sus scroja LINNAEUS, 1758 und Hausschwein, Sus scroja f. domestica LINNAEUS, 1758 Über die Schweinefunde orientiert Tab. 6. Die Abgrenzung der Hausschweine (Torfschweine) gegen Wildschweine wurde aufgrund der Befunde auf dem Lutzengüetle (H. HARTMANN-FRICK 1960, 79 — 64), von der neolithischen Station Burgäschisee-Süd (J. EOESS- NECK, 1963, 55 — 72) und aus dem Satrupholmer Moor (G. NOB1S 1962, 22 — 23) vorgenommen und bot dank diesen «Werkzeugen» im allgemeinen keine Schwierigkeiten. Mit einigen Fehlbestimmungen muß aber doch wohl gerechnet werden, da es nicht in jedem Fall möglich war, zu entscheiden, ob ein bestimmter Knochen von einem jugendlichen oder adulten Tier stamme. Kiefer und Zähne In 
der Rössener Schicht fanden sich keine meßbaren Stücke. Ein Oberkieferrest (1/44) eines großen Tieres weist eine Hälfte eines gänz- lich ausgeriebenen Mi auf; ein einzelner oberer Ms (1/57) mit starker Usur paßt dazu. Mit größter Wahrscheinlichkeit gehen beide Stücke auf ein altes Wildschwein zurück, die übrigen fünf Nummern belegen mindestens 2 Hausschweine von 10 — 12 Monaten Alter. Zu diesen drei Tieren sind noch mindestens drei weitere von ca. V2, 2 und mehr als 2 Jahren zu zählen, die durch Extremitätenknochen belegt sind. In 
der Michelsbergerschicht ist das Wildschwein durch einen Schnauzenteil eines Unterkiefers (11/15) vertreten; dieser hat eine ungefähre Symphysenlänge von mindestens 90 mm, einen Zwischen- raum zwischen der C- und der Pa-Alveole von 35 mm und vor P2 eine Höhe von ca. 55 mm. Zusammen mit einem dazu passenden weitem Fragment (11/89) gehörte dieser Knochen einem weiblichen Wild- schwein von etwa 2 Jahren. — Alle übrigen Stücke — 2 Oberkiefer, 1 Unterkiefer, 7 Einzelzähne — sind Torfschweinen zuzuzählen. Es 205
        

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