Deus maximus in minimis I. EINLEITUNG Der Eschner- oder Schellenberg ist einer jener geologischen Horste, welche als «Inselberge» in der weiten Alluvialebene des Bodensee- rheintales stehen. Wie andere dieser Erhebungen war auch der Eschner- berg seit der frühen Jungsteinzeit ein bevorzugter Siedlungsplatz. Auf seinem langgezogenen Rücken sind eine ganze Reihe prähistorischer Wohnplätze bekannt geworden, von denen die wichtigsten auf dem Malanser, dem Schneller, dem Eschner Lutzengüetle, dem Lutzengüetle- Kopf und auf dem Borscht liegen. Die kulturhistorische Bedeutung dieser Siedlungen am Weg vom Bodenseegebiet in die Alpen hinein und hinüber über die Bündner Pässe in die Lombardei ist schon mehr- fach hervorgehoben worden (Vgl. D. BECK 1947, 17; E. VONBANK 1950, 109; H. HARTMANN-FRICK 1960, 9; F. E. WÜRGLER 1962, 36 — 38; u. a.). Der Borscht insbesondere war eine durch Wälle ge- sicherte Höhensiedlung auf 689 m ü. M. (D. BECK 1947, 3, Abb. 4f). Es ist das Verdienst des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein und seines Präsidenten, Herrn Dr. h. c. D. BECK, die Hinterlassenschaft unserer vor- und frühgeschichtlichen Vorgänger in diesem Lande systematisch ausgegraben und der wissenschaftlichen Analyse zugeführt zu haben, wobei man auch den tierischen Resten die gebührende Aufmerksamkeit schenkte. Die Berichte über die Aus- grabungen auf dem Borscht finden sich in früheren Ausgaben dieses Jahrbuches (A. HILD 1935 u. 1936; D. BECK 1947 — 1950). Die Tierreste, welche aus den Grabungen der Jahre 1935 und 1936 stammen, hat E. KUHN (1937) untersucht. Der Fundkomplex, welcher E. KUHN vorlag, umfaßte jedoch nur 215 bestimmbare Reste. Man 191
        

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