Ziegel und Steinplatten war aber von den Arbeitern bereits entfernt worden. Im Grab I fehlte die Schul- ter- und Kopfpartie des Skeletts. Der Schädel war vom Besitzer des Grundstückes in Verwahrung ge- nommen worden. Was noch vorhanden war, wur- de gänzlich freigelegt, Photogra- phien und von stud. phil. Carl Wild, aus Vaduz, gezeichnet. Dann wurden die Ziegel und Steinplatten entfernt und die Gräber sorgfältig nach Beigaben untersucht. Es konn- te lediglich ein zweireihiger Bein- kamm gefunden werden. Er lag in Grab I, in der Gegend des rechten Fussgelenkes. Es handelt sich um einen Beinkamm mit unprofilier- ten, mit Wellenlinien verzierten Deckleisten, die mit vier Eisennie- ten auf dem Kamm befestigt sind. Die doppelte Wellenlinie verläuft über die Längsseiten. Die einzige jt} noch erhaltene Schmalseite ist ver- ziert mit einem unsorgfältig aus- geführten Kreissegment (s. Abb.) Die Seiten des Kammes sind gerade, also nicht profiliert, wie es im allgemeinen bei spätrömischen Kämmen üblich ist. Dr. H.-J. Kell- ner, München, macht uns darauf auf- merksam, dass es auch spätrömisch datierbare Kämme mit geraden Seiten, gibt, z. B. ein Kamm aus Grä- bern in der Aeschenvorstadt Basel, der aber, nach R. Laur-Belart, den Kämmen aus der Völkerwanderungszeit schon sehr ähnlich ist.1) Ein 
Zweireihiger Beinkamm aus Grab I in Schaan ') R. Laur-Belart, Spätrömische und frühmittelalterliche Gräber in der Aeschen- vorstadt, Basel. Urschweiz XXI. 1957/1, Abb. 12, 4. 181
        

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