II. Freiburg im Breisgau Peter Kaiser immatrikulierte sich an der Freiburger Universität am 27. November 1817 als stud. iur.26) Nach den Matrikeln der juristi- schen Fakultät (Zuhörerverzeichnisse)27) hörte Peter Kaiser folgende Vorlesungen: Im Wintersemester 1817/18 «Römisches Privatrecht, deutsches Privatrecht, Naturrecht und Geschichte der Deutschen». Im Sommersemester 1818 «Rom., can., crim. R., Wechselrecht und Lehen- recht und röm. Civil- und Criminalprozess». Im Wintersemester 1818/19 erscheint Peter Kaiser als Zuhörer des «Civilprozesses». In Freiburg hatte schon einige Jahre früher ein anderer Liechten- steiner studiert. Der nachmalige Landschaftsarzt in Vaduz, Gebhard Schaedler (1776— 1842), studierte am Feldkircher Gymnasium und kam dann zum medizinischen Fachstudium nach Freiburg i. Br., wo er sich 1799 das Magistrat für Medizin und Chirurgie erwarb. Noch als Freiburger Student machte er als Freiwilliger mehrere Gefechte ge- gen die Franzosen mit. In einem Gefechte in der Gegend von Breisach wurde er ziemlich schwer verwundet.28) Zu dieser Zeit waren mehr- mals französische Revolutionsheere nach Freiburg eingedrungen, wo- runter auch die Universität zu leiden hatte. Die Universität von Frei- burg i. Br.,29) gegründet durch Erzherzog Albrecht VI., den Regenten der vorderösterreichischen Lande, durch Callixtus III. approbiert, 1460 eröffnet, war bis zur Glaubensspaltung eine weithin angesehene Hoch- schule. Durch die theresianische Reform 1767 wurde die vorab habs- burgische, österreichische und seit der Reformation noch einzige katho- lische Universität im deutschen Südwesten zur Staatsanstalt degradiert. Nachdem der Breisgau 1806 dem badischen Staat einverleibt worden war, sollte die Alberto-Ludiviciana aus Ersparnisgründen aufgehoben 2C) Matrikel der Universität Freiburg i. Br., Bd. 5, S. 152. -;) Matrikel Fak. iur., Bd. 1. -s) Diesen Hinweis entnehmen wir der von Sanitätsrat Dr. Albert Schaedler (1848 — 1922) verfassten Familienchronik, von der sich eine Xerokopie im Besitze der Liecht. Landesbibliothek befindet. 29) Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 4, Sp. 315/316, Freiburg i. Br„ 1960. 19
        

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