wiesen werden konnte.6) Dazu wäre vielleicht zu sagen, dass in Schaan offensichtlich nicht mehr die ganze Breite der Strasse erhalten war und dass A. Hild im Jahre 1929, anlässlich der Ausgrabung römischer Bauten in Schaanwald, auf einer Strecke von 48 Metern eine römische Strasse von 3,50 Meter Breite, mit Steinpflästerung und ohne feststellbaren Unterbau, aufgefunden und untersucht hat.7) Hild schreibt dazu: «Man würde sich einem Irrtum hingeben, für alle römischen Strassen eine einheitliche Bauart vorauszusetzen, allerorts ist sie verschieden, da schliesslich auch beim Strassenbau Mittel und Wege ausschlaggebend waren». Die Fortsetzung der Strasse in Richtung nach Süden, also auf das Kastell zu, ist heute überbaut; im freien Gelände, nördlich des Dorfteils «Specki», wäre es eher möglich ihre Spuren noch weiter zu verfolgen. Gräberfunde in Schaan östlich vom Gasthaus «Rössle», in Hiltys Bündt, in Schaan, wurden im September 1963 Kanalisierungsarbeiten durchgeführt. Entlang dem Schopf, der zum Hause des Siegbert Hilty Nr. 186 gehört, mussten die Grabarbeiten von Hand ausgeführt werden. Als die Arbeiter dabei auf Skelette stiessen, wurde durch unser Mitglied Adolf Ott von der Bau- firma Wenaweser an den Historischen Verein Meldung erstattet und der Berichterstatter auf den Platz gerufen. Der erste Augenschein ergab, dass drei Gräber freigelegt, aber auch schon teilweise zerstört worden waren. Die drei Skelette lagen in West-Ost-Richtung, d. h. mit Blick gegen Sonnenaufgang. Sie lagen hintereinander, die Gräber I und II teilweise nebeneinander. Es han- delte sich um Plattengräber. Sie waren mit römischen Leistenziegeln und mit Steinplatten umrahmt, bzw. überdacht (Grab III). Ein Teil der °) Auch Frau Dr. E. Ettlinger, Zürich, findet das Fehlen der typischen linsen- förmigen Kiesschotterung unter der Pflasterung für eine römische Strasse sehr ungewöhnlich (Briefl. Mitteilung). ") Jahrbuch des Histor. Vereins f. d. F. L., Bd. 29 (1929), Adolf Hild, Römische Bauten zu Schaanwald, S. 147 ff. 179
        

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