Der Lederstrumpfdichter schaut nach Liechtenstein Zum 175. Geburtstage von ]. F. Cooper am 15. September 1964 von Eberhard Schircks Vornehmlich während der Romantik haben die Schönheit des Schweizerlandes, die Eigenart seiner staatlichen Einrichtungen und die nüchterne Tüchtigkeit seines Volkes die Anerkennung und Bewunde- rung von Reisenden, Dichtern, Gelehrten und Staatsmännern aus den angloamerikanischen Ländern erregt. Zu den in jener Zeit nach der Schweiz reisenden Fremden gehörte auch der berühmte amerikanische Lederstrumpfdichter James Fenimore Cooper (1789 — 1851), der sich von 1826 — 1833 in Europa aufhielt. Damals besuchte er vom Juli bis Oktober 1828 auch die Schweiz. Seine Reiseeindrücke veröffentlichte er in einer Reihe von Briefen, die sein Buch «Excursions in Switzerland» (Paris 1836) bilden. Als «Streifereien durch die Schweiz» erschien es im gleichen Jahre zweibändig in Berlin, übersetzt von Georg Nicolaus Bärmann. Cooper kam von Paris aus in die Schweiz und mietete für ein Vierteljahr das Landgut La Lorraine bei Bern für sich und seine Begleiter. Von Bern aus unternimmt nun Cooper, meist in Begleitung eines bernischen Führers, seine Streifereien, die ihn alle Gegenden der Eidgenossenschaft führen. Cooper ist der Schweiz und den Schweizern durchaus wohlgesinnt. So hat der Republikaner eine Hochachtung vor den Patriziern Berns. Die Appenzeller namentlich haben es ihm angetan, und beim Anblick der Walliser gerät der Dichter der amerikanischen Indianer in geradezu Rousseau'sche Begeisterung. Er vergleicht auch die Schweizer mit seinen Landsleuten und findet jene höflicher als die Amerikaner, wenigstens in der offiziellen Sprache der Presse. Die Schweizer Miliz gleicht nach ihm der amerikanischen wie ein Ei dem andern. Für die politischen Verhältnisse der Schweiz hat Cooper ebenfalls ein offenes 165
        

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