Die Wandlung des Vokales in Crippel, Criepel, Creppel zu Kröp- pel ist in unserem Dialekt ohne weiteres möglich. (Siehe auch: Birke = Börcha; kitzeln = kötzla; Spritze = Sprötza; Kitt = Kött). Diese Vokaländerung erfolgte aber m. E. erst, als das Rätoroma- nische als Umgangssprache durch das Alemanische verdrängt und der Sinn des Wortes Crippel schon verlorengegangen war. Das Volk war ja von jeher versucht, Flurnamen, die ihm nichts mehr sagten, sei es, weil sie einer früheren Sprache angehörten oder sonstwie inhaltslos wurden, einen neuen Sinn zu geben. Hier brauchte es nur eine Vokal- änderung um wieder zu einem, allerdings einem ganz anderen Sinn zu kommen. + Es darf als gesichert angenommen werden, dass sowohl der Krüppel in Schaan als auch der in Triesenberg auf das uralte vorromanische Alpenwort «Krippo» zurückgehen. Nach Prof. Hubschmid hatten die Kelten dieses Wort in ihrem Wortschatz, er sagt aber ausdrücklich, dass es ursprünglich nicht keltisch gewesen sei, sondern dass die Illyrier es den Kelten und zum Teil den Romanen direkt vermittelt haben. 140
        

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