beschränken, Ihnen dringendst anzuempfehlen, dass auch Sie Ihrerseits für das Wohl der Schule, das so sehr bedrohet ist, aus allen Kräften beitragen, und namentlich auf Herrn Professor Schvarz, welcher der Schule erhalten werden kann, so bald nur das nöthige Einvernehmen vorhanden seyn wird, auf die geeignetste Weise einwirken wollen. In dieser zuversichtlichen Erwartung und nochmals Ihnen die Herstellung des gestörten Einvernehmens empfehlend verharret mit vorzüglicher Hochachtung der Präsident des Schulraths AI. de Latour. Chur, den 22. März 1838. ej Die Studenten setzen sich nochmals für Kaiser ein (22. März 1838). Hoc quoque 
die Studiosi supradescriptam petitionem et simul hic adpositam audacter Scholae consilio miserunt. Hochgeachteter Herr Landrichter ! Wir bitten Sie, diese Einlage dem Hochlöblichen Schulrath vor- zulegen und diesen gewagten Schritt zu entschuldigen, denn es möchte vielleicht etwas Ungewöhnliches seyn, doch wahrscheinlich nicht ganz Unerwartetes. Betrachten Sie die Umstände, in welchen wir uns gegen- wärtig befinden, so kann unser Benehmen durchaus rechtfertiget (!) werden, und diese Einlage ist nur ein Ausdruck unserer Empfindungen. Selbst Professoren, die von diesem Schreiben wissen, haben dieses als lobenswürdig erklären müssen, indem wir durch die Vertheidigung des Herrn Rektors, an dem die Ehre der Schule so eng geknüpft ist, das Ansehen zu retten glauben; übrigens ist auch die Ehre eines jeden Lehrers und besonders die des Herrn Rektors uns heilig und höchst theuer, und daher galuben wir, Sie werden dieses nicht übel aufneh- men. Lange haben wir diesen gegen den Herrn Kaiser ausgestreuten Verleumdungen unser Ohr verschlossen, doch jetzt glauben wir unsere Stunde zu reden habe geschlagen, und können also auch sagen: «Ich hab' still geschwigen Zu allen schweren Thaten, die ich sah; Mein sehend Auge habe ich geschlossen, Mein überschwellend und empörtes Herz Hab' ich hinabgedrückt in meinen Busen. Doch länger Schweigen wär Verrath zu gleich An meinem Vaterland und an dem Kaiser». Schiller im Wilhelm Tellis) 128
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.