Die im Seminar sehen ein, (dass,) wenn die Schule in der an- genommenen Form besteht, sie bei den Blossen, die sie in den Kennt- nissen geben, nicht im bisherigen Nimbus bestehen können: sie kämp- fen also für ihre Selbsterhaltung. Dieser Kampf wird darum anhal- tend sein und Kraft und Klugheit wird es brauchen, ihn glücklich zu bestehen. Die Starrheit im Seminar und auf dem Hof und ihre Herrsucht und stolzes Herabsehen auf die weltliche Regierung wird durch die Kantonsschule, weil sie im guten Sinn gehalten wird, einiger- massenmassen gebrochen und ein neuer Tanz kann für die bündne- rischen Katholischen kommen. Das muss Muth geben. Die auf dem Hof und Seminar merken, wo die Axt an den Baum gelegt ist; darum der Widerstand und das Geschrei. Sie werden alles aufbieten. Aber der Festigkeit gegenüber werden sie nicht durchdringen. Sie wollen die alte Gesellschaft von Lehrern, sie wollen Inländer, Geistliche usw. d. h. sie wollen das Alte. Meine Meinung wäre, nicht nachzugeben, wenn man nicht muss und dies «muss» wird nicht eintreten. Revolu- tion wird es keine geben. Was ich über den in Sch. höre,1) so ist er mit denen auf dem Hof einig: er hält es mit denen, die nach seiner Meinung seinen Ehrgeiz befriedigen. (Er baut) viel Brücken, um darüber zur Bischofsmütze zu schreiten. Da)nn wird er die Brücken abbrechen. So heisst es, ob (es so ist), will ich nicht entscheiden. Der Pfarrer in (Balzers hat)2) für das Bisthum d. h. Seminar beten lassen; letzteres werde (bald) in eine Kaserne ver- wandelt usw. Der gute Mann ist ga(n)z vom Seminar abhängig. Die Balzner beten und lächeln. In Beziehung auf den Kastengeist sind alle gleich. Carl3) steht mit Willi,4) M a c u 1 i n 
5) usw. nicht gut. Sie müssen verzeihen, dass ich den Vorschlag und alles dahin be- zügliche so flüchtig hingeworfen habe. Ich habe keine angenehmen Geschäfte hier und doch wollte ich Ihnen etwas zusenden. Mit aufrichtiger Hochachtung Ihr ergebener Vaduz, 29. Sept. 1842. P. Kaiser Es war dies alles schon geschrieben und jetzt erst gelange ich zum Versenden. 113
        

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