Heimatkunde v. Vorarlberg (1949) 
«Zum Andenken an die in der Schlacht gefallenen 46 tapfe- ren Walser wird jedes Jahr am 20. April zu Sonntag im Walsertal ein Gottesdienst gehalten. In Frastanz aber wird zum ewigen Gedächtnis am Dienstag in der Kreuzwoche beim Feldumgang der Name des Verräters Ulrich Mariss verlesen». Im Jahre 1949 gab Dr. Artur Schwarz (Verlag Eugen Russ, Bregenz) eine Heimatkunde von Vorarlberg heraus. Im geschicht- lichen Teil wird auch die Schlacht bei Frastanz kurz behandelt. Uli Mariss tritt dabei nur nebenbei (Seite 292) im folgenden Passus auf: «Das Landvolk des Walgaues hat diesen Tag nicht verges- sen, denn noch bis in die jüngste Zeit waren eine Reihe von Sagen im Umlauf, die irgendeine Episode aus dem Ver- zweiflungskampf zum Hintergrund hatten (u. a. Bertsch und seine 7 Söhne, die Sage von Ulrich Mariss von Schaan, die noch in Frastanz lebendig ist»). Mit «Sagenumwobene Heimat» hat H. F. Walser seine Samm- lung liechtensteinischer Sagen aus Berg und Tal betitelt, die im Jahre 1948 in Buchform, mit guten Illustrationen versehen, he- rausgegeben wurde (Alpenland-Verlag Schaan). Hans Walser gab der alten Sage ein etwas farbigeres Gepräge und Prof. Franz Renner, Wien, stellte den Tod des Verräters auf Gafadura dar. Hier der Wortlaut und die Zeichnung Prof. Renners: «Das Jahr 1499 war angebrochen. Es sollte kein Gutes wer- den. Der Schwabenkrieg zog auch unsere Talschaft in Mit- leidenschaft und das wechselvolle Schlachtenglück brachte manchen Durchzug feindlicher Truppen. Und so lange die Welt besteht, wird es immer Judas geben, die um schnöden Lohn zum Verräter werden. Zu Kriegszeiten ganz besonders, sagenumwobene Und solch ein Judas wohnte damals ob der alten Pfarr- Heimat (1948) kirche in Schaan, von der heute nur noch der im romani- schen Stil erbaute Turm steht. Sein Name war Uli Mariss. Es war am 20. April im Jahre des Unheils 1499. Die Eidgenossen waren über den Rhein gekommen, um über die Heerstrasse gegen Feldkirch zu 9.3
        

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