Zwei weitere Stelle-.! seien aus diesem Werke angeführt. Auf Seite 295 schreibt Peter Kaiser: «Die Berichte der Eidgenossen geben den Verlust der Bün- dischen auf 3000 an, ihren eigenen auf 11 Todte und 60 «übel wund Geschlagene»; von dem Übergang über das Gebirg und dem Verrath des Uli Mariss melden sie nichts». «Gross war die Trauer durch ganz Wallgau: es war keine Gemeinde, die nicht den Verlust wackerer Männer zu be- klagen hatte. Das Andenken an diesen Tag wurde den Nachkommen erhalten, indem bei dem jährlichen Umgang in der Bittwoche für die Seelen der Gefallenen gebetet oder, wie das gemeine Volk glaubte, der Fluch über Uli Mariss gesprochen wurde, dessen Verrath so viel fromme Männer in den Tod gebracht; auch ward eine Kapelle in der Nähe der Wahlstatt erbaut». Dr. F. J. Vonbun schrieb im Jahre 1858 ein Buch über die Sagen Vorarlbergs (Innsbruck 1858). Auf Seite 98 beschreibt er die Schlacht bei Frastanz unter ausdrücklicher Bezugnahme auf die Pruggersche Chronik und Weizenegger-Merkle. Dr. Vonbuns Darstellung lautet: «Es war am 20. april des jahres 1499 als in Farstanz eine hauptschlacht geschlagen wurde zwischen den schweizeri- „. „ sehen eidgenossen und dem schwäbisch-kaiserlichen heere. Die Sagen Vor- ° arlbergs 
von Letzteres war theils auf dem Lanzengast, einem Schenkel )r. 
F. j. 
v°n^J des Rojaberges, theils in der ebene zu Frastanz gelagert. Die schweizerischen eidgenossen theilten ihr heer in zwei abteilungen; während die eine von der Vaduzer Strasse aus direkt gegen den feind vorrückte, die höhe am Lanzengast eroberte und die dortige mannschaft, der stählerne häufen genannt, aufs schwäbische hauptheer in der ebene zurück- trieb, wurde die andere, aus zweitausend mann bestehende abtheilung, von Uli Mariss, einem geldgierigen bauer aus schän, um bedungenen lohn auf geheimen bergpfaden bis auf Amerlügen in die linke ganz sicher geglaubte flanke des feindes geführt, was den sieg der eidgenossen entschied. — Nun erzählt die sage, dass ein hirtenknabe auf Amer- 90
        

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