«Die Schweitzer und Bündtner wegen vorangezogenem Ein- Landesbeschrei- fahl mehrere erhitzt giengen mit Zuzug der Zürcher, Gla- (Tr^edrudct)83 risser, Appenzeller, Lucerner, Schwytz, Unterwaldner und Zuger zusammen in die 7000 Mann auch über den Rhein wieder die Kayserlichen der Litzi zu, worauf letztere 300 Schützen auf den Berg Lentzen-Gass, darzu 1500 Erz-Knap- pen aus Tyrol, der stähline Hauffen genannt, neben den Berg verlegten, um auf die Aydgenossen zu warthen, da- hero alles in guter Ordnung, dass die Schweitzer schön empfangen worden seyn würden, wann nicht ein Bauer, mit Namen Ulrich Mariss von Schan, ob der Kirch allda wohnhaft, ein hiesiger Unterthan, den 20-ten April 1499- sten Jahrs, welcher war der Samstag vor St. Georgi Fest, die Schweitzer verrätherischer Weis durch heimliche Weeg über die Berg durch bemelte Alpp Gafadura ober dem Dörfel Blanckhen geführt und die Kayserlichen Völckher in der Feinden Hand geliefert hätte — ». Das dreibändige Werk «Weizenegger-Merkle» über Vorarl- berg, erschienen im Verlage der Wagner'schen Buchhandlung in Innsbruck im Jahre 1839 bringt zu unserem Thema folgende Ausführungen: «Die Eidgenossen sahen nichts anderes voraus, als die Wie- derholung gegenseitiger Einfälle, und brachten in 14 Tagen bei Azmoos 7000 Mann zusammen, mit welchen sie den Frieden aus den österreichischen Ländern holen wollten. Am 11. April machten sie einen verstellten Angriff auf das Schloss Gutenberg, in der Erwartung, das Lager in Frastanz werde zum Entsätze aufbrechen, denn da lagen 15 000 Weizenegger- Mann; 300 Büchsenschützen waren auf dem Nentzengast Merkie (i839) vertheilt, und 1200 Bergknappen — der stählerne Haufe genannt — streiften vor der Letze herum. Als die Schweizer ihren Zweck nicht erreichten, bestimmten sie den 20. April zum Angriffe des Lagers, und gaben dem Hauptmanne Henni Wolleb von Uri 2000 Mann, welche von Ulrich Mariss, einem geldgierigen Bauern aus Schaan, ab der Kir- che um bedungenen Lohn auf Bergpfaden, vermutlich durch das Saminathal über Amerlügen, den Kaiserlichen in den 87
        

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