Eine Herzensangelegenheit war für den nunmehr Verewigten auch die Tätigkeit auf caritativem Gebiet. Er war einer der Initianten des im Jahre 1923 gegründeten liechtensteinischen Caritasvereins und am- tete bis zum Jahre 1960 als Kassier und als treibende Kraft dieser segensreichen Vereinigung. Als im Jahre 1901 der Historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein gegründet wurde, fehlte unter den ideal gesinnten Män- nern, welche unsern Verein ins Leben riefen, auch der Name Joseph Ospelt nicht. Wir finden ihn schon bald unter den Mitarbeitern am Jahrbuch und im Jahre 1919 wurde er in den Vorstand berufen. Als Nachfolger von Prälat Joh. Bapt. Büchel wurde er im Jahre 1928 zum Vorsitzenden gewählt. Als solcher wurde er immer neu bestätigt und als er im Jahre 1955 wegen seines vorgerückten Alters eine Wiederwahl ablehnte, ernannte ihn die Jahresversammlung in Anerkennung seiner grossen Verdienste um den Verein zum Ehrenpräsidenten. Fürstlicher Rat Joseph Ospelt besorgte nicht nur durch Jahrzehnte hindurch die Vereinsgeschäfte stets pünktlich und in vorbildlicher Weise, er war besonders auch tätig als Redaktor und als Mitarbeiter am Jahrbuch. Aus der stattlichen Reihe von geschichtlichen, volks- und familienkundlichen Arbeiten, Flurnamensammlungen, sowie aus seinen Veröffentlichungen von Urkunden und Regesten seien hier nur die wichtigsten genannt: 1. Sammlung liechtensteinischer Orts- und Flurnamen, Jahrbuch Bd. 11 und Nachtrag in Jahrbuch Bd. 20. 2. Vaduzer Sprüche, Jahrbuch Bd. 17. 3. Der 1866er Feldzug des fürstlich-liechtensteinischen Bundeskontin- gentes, mit kurzer Lebensbeschreibung des Hauptmannes und Lan- destechnikers Peter Rheinberger, Jahrbuch Bd. 24. 4. Regesten aus den Urkunden des fürstlich liechtensteinischen Re- gierungsarchives, Jahrbuch Bd. 25 u. 26. 5. Spruch und Brauch im menschlichen Leben, Jahrbuch Bd. 28. 6. Das Legerbuch oder Steuerbuch vom Jahre 1584, Jahrbuch Bd. 30. 7. Regesten von Urkunden des ehemaligen Archives im Schloss Va- duz, Jahrbuch Bd. 33. X
        

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