F 4 und F 6. Sie lagen aber auch ausserhalb der Mauern dieser Wohn- räume, im Zerfalls- und Abbruchschutt, besonders um den Westbau und im inneren Hof. Dahin können sie bei Zerstörung oder Abbruch gelangt sein. Wir konnten nicht feststellen in welchem Teil der inneren Burg die Küche war. Am ehesten käme dafür der östliche Wohntrakt, etwa der erste Stock über dem Raum F 8 in Frage, sicher aber nicht einer der ebenerdig gelegenen Räume. Auch fanden wir keinen Hinweis auf eine Burgkapelle. Joh. Bapt. Büchel glaubte, dass die etwa 900 Meter nord- ostwärts der Burg gelegene, dem hl. Georg geweihte Kapelle zur Burg gehört habe1). Auch A. Ulmer hat diese Ansicht übernommen5). Dage- gen glaubt E. Poeschel, dass die St. Georgskapelle auf Hinterschellen- berg in keiner näheren Beziehung zur Burg stand3). Zu den Funden Unter den Funden befinden sich auch drei Münzen. Alle drei ge- hören in 15. Jahrhundert. 1. Ein sehr schlecht erhaltener Hohlpfennig, der zudem bei der Ber- gung noch zerbrochen wurde. Im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich wurde diese Münze präpariert und wieder zusammen- gesetzt und von Prof. Dr. D. Schwarz als Pfennig der Münzstätte von Thiengen, geprägt um 1400, bestimmt. Das Münzbild zeigt in einem Perlkreis einen männlichen Kopf von links, mit Spitzkappe zwischen den Buchstaben T — V (Tüngen). Fundort: Feld 13. 2. Ein Sechser oder «Kleiner Groschen» des Erzherzogs Sigismund von Österreich (1410 — 1437). Diese Münze stammt aus der Südost- Ecke von F 4, oben aus der dunklen Schicht über dem Felsgrund. 3. Eine kleine Silbermünze des Bischofs Ortlieb von Brandis (Chur) 1458 — 91. Es ist ein einseitiger Silberpfennig mit springendem Steinbock nach links, in einem Kreis von grossen Perlen und dem 1) Johann Baptist Büchel, Geschichtliches über die Burgen unseres Landea, JbL Bd. 19, S. 36. 2) Andreas Ulmer, Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Dornbirn 1926, S. 3) Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein, S. 277. 44
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.