ein Kalkestrich, auf dem eine obere, nicht mehr so dunkle Kulturschicht lag. In der Mitte des Raumes waren die Böden und die darauf liegenden Kulturschichten eingesunken. Die hellbraune Strate über der oberen Kulturschicht, mit viel Mörtel- und Dachziegeleinschlüssen, gehört wohl der Periode des natürlichen Zerfalles an. Was darüber lag war Abbruchschutt und Humusdecke. Die Gebäudereste westlich der Burg Beim Wegräumen des Ausgrabungsschuttes und des Abbruchmate- rials, das sich am Fusse des Felsens auf der Wetseite der Burg aufge- häuft hatte, stiessen wir auf Mauerreste (Mauern 47, 48 und 49). Die Mauern 47 und 49 sind dort, wo sie an den Burgfelsen anstossen. noch gut 2 Meter hoch. Die Westmauer ist nur mehr auf Fundamenthöhe erhalten. Die Mauerdicke beträgt 80 Centimeter. Die Mauer 48 hat eine Länge von 20 Metern. Hier dürfte es sich um die Grundmauern eines Wirtschaftsgebäudes handeln, um einen Stall oder eine Scheune. Der Bau muss erst in einer Zeit errichtet worden ein, als die Burg ihren wehrhaften Charakter verloren halte, denn ein Gebäude an dieser Stelle wäre für die Verteidigung hinderlich gewesen. Sondierungen innerhalb der Mauern erbrachten keine Hinweise für eine Datierung. Gefunden wurden hier hauptsächlich Tierknochen, sowie einige Ke- ramikbruchstücke und Eisenreste (Abb. 26). Zusammenfassung Über die Zeit der Erbauung der Burg Neuschellenberg ist aus den vohandenen Urkunden nichts zu erfahren; ebenso wissen wir nicht, wann sie endgültig aufgelassen wurde. Aussagekräftig in bezug auf Datierung sind vor allem die Fundgegenstände. Nach den Bestimmun- gen, die K. Heid freundlicherweise übernommen hat, gehören diese hauptsächlich in die Zeit von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zum 16. Jahrhundert. Dabei ist das 15. Jahrhundert nur mehr spärlich ver- treten und die meisten Funde entfallen auf das 13. und besonders auf das 14. Jahrhundert. Die Grabung hat gezeigt, dass an der Burg verschiedene Bauperio- den zu unterscheiden sind. Man darf annehmen, dass zuerst der wehr- hafte Turm, der Bergfried, erbaut wurde. Auch die später überbauten Mauern 18, 19 und 46 sind alt. Sie sind Reste erster Wohnbauten. Über- baut wurden auch die Mauern 12 und 53 in Feld 11. Die den Berg- 41
        

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