— 317 — Item Das Bomgertlin ze S c h a n 
66 hinder Sant Peters kirchen81 gilt iij ß Item Von den Medern ze S c h a n viiii ß Item Die wiz Islätsch82 giltet vi ß d fol. 64 a Facta Ratione mit dem S c h o u e r von den zeinsen der er phligt vff Galli Anno incarnationis M° ccc° Ix iiij 
0 vnd ist noch schuldig an waiezen auff den tag etc. Abschrift aus der Zeit nach 1479 im Landesregierungsarchiv Inns- bruck, Urbar n. 234 11 fol. 59 b — 64 a. — Siehe die Beschreibung und Darle- gung zur vorausgehenden n. 157. — Dieses Zinsverzeichnis für den zweiten Einzieher des Grafen, Hans «Seser» — der Name ist sicher verderbt — (Schouer ? siehe fol. 64 a) — ist keine Abschrift des oben in n. 157 behandelten Urbars Graf Rudolfs von 1363; es deckt sich zwar mit ihm weitgehend im Inhalt, ohne ganz übereinzustimmen. Verschiedene Angaben hat nur das Urbar, an- dere nur das Zinsverzeichnis. Ausserdem ist die Gliederung in beiden ver- schieden: im Urbar nach Zinsträgern, im Zinsverzeichnis auch nach der "Natur der Zinse. — Das Verzeichnis hat wahrscheinlich mit dem vorausgehenden fol. 55 a — 59 b) des Einziehers Zerhoch eine Einheit gebildet, daher die Ab- rechnung mit diesem Zerhoch unmittelbar anschliessend an obigen Text auf fol. 64 a. Bedeutung: Der Arbeitsbereich dieses Einziehers umfasste neben sehr wenigen Zinsen zu Beschling und Nenzing hauptsächlich das Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein (Gamprin, Bendern, Eschen, Mauren, Schaan, Vaduz, Triesen), ausserdem Tisis und Tosters. Es scheint hier ältere Tradition vorzuliegen, da diese beiden Orte auch sonst mehr mit dem liechten- steinischen Unterland zusammengehen. (Siehe Perret, Anmerkung zur Urkunde n. 127 im Liechtensteinischen Urkundenbuch III). Angesichts der oft verderbten Namen im Urbar 1363 und in diesem Zins- verzeichnis ist der Vergleich zur gegenseitigen Korrektur besonders wertvoll, wobei die Gliederung des Zinsverzeichnisses nach den verschiedenen Zins- arten mehrfache "Wiederholungen der Namen liefert, die sehr erwünscht sind. — Druck liegt bisher nicht vor, da Ritter (Liechtensteinische Urkunden im Landesregierungsarchiv Innsbruck, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechten- stein 1936) dieses Stück nicht berücksichtigt hat. 1 Gamprin hat einen Flurnamen «Auf der 
Platten» nach Ospelt, Samm- lung liechtensteinischer Orts- und Flurnamen (Jahrbuch d. Histor. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1911, S. 83). 2 Im Urbar 1363 (siehe n. 157) fol. 39 b «Staiger».
        

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