ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBETRACHTUNG Schon vor mehr als 50 Jahren sagte Prof. ZSCHOKKE aus Basel: «Die Tierwelt der Schweiz trägt heute den Stempel der allgemein ver- breiteten Fauna Mitteleuropas » (ZSCHOKKE, 1907, p. 134), ehe er im einzelnen auf die zahlreichen Eiszeitrelikte und die Reste der xerother- men Tierwelt eingeht, und dies gilt natürlich erst recht für die Säuge- tierfauna Liechtensteins an der Ausfallpforte und an der Grenze der Westalpen. — Diese weiträumige Verbreitung ist aber nicht nur all- gemein kennzeichnend für die höheren Wirbeltiere gegenüber den weniger beweglichen Tiergruppen, sondern insbesondere für die Säuge- tiere der mitteleuropäischen Waldfauna, aus denen sich der Säuger- bestand Liechtensteins grösstenteils zusammensetzt. Aber wenn man die reinen Alpentiere ausklammert und nur die häufigsten Kleinsäugerformen betrachtet, dann zeigt sich bei einem Vergleich mit Vertretern der gleichen Art, etwa am Nordrand der Mit- telgebirgsschwelle Westdeutschlands, in bemerkenswerter Unterschied. Aus eigener Anschauung ist mir die Säugerfauna des Bonner Raumes, der Voreifel und des Hohen Venns am besten bekannt, und es lohnt daher, hier eine Gegenüberstellung zu machen. Die folgende Tabelle zeigt, ob die betr. Formen gleich oder verschieden sind, sei es taxono- misch als andere Unterart, sei es nur morphologisch im Sinne einer Übergangs- oder Lokalform. Liechtenstein Voreifel Spitzmäuse : Sorex araneus Sorex minutus Neomys fodiens Cocidura leucodon 
ssp. tetragonurus ssp. becki ssp. fodiens ssp. leucodon 
ssp. fodiens ssp. leucodon 
ssp. araneus ssp. minutus X becki Maulwurf: Talpa europaea 
ssp. ? (Bergform) ssp. cinerea Hörnchen: Sciurus vulgaris 
überwiegend Phänotyp brunnea 
überwiegend Phänotyp fuscoater Schläfer: Eliomys quercinus ssp. quercinus 
ssp. quercinus 346
        

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