Stirne des Trägers befinden. Ich bezeichne dies als die romanische Tragweise, da ich in Italien, auf Sardinien und in der Schweiz allgemein diese Tragweise beobachtet habe. Die Bejagung beginnt im August auf die Feistböcke oder Geltgaisen und zieht sich bis Ende Dezember hin; manche Gebiete können allerdings dann nicht mehr begangen werden». Alpensteinbock 
— Capra ibex ibex L. 1758 Material : Siehe den folgenden Bericht des Präsidenten des Jagd- schutzverbandes Liechtenstein. «Nach den Ausgrabungsbefunden vom spätrömischen Kastell in Schaan muss unser Gebiet resp. der gebirgige Teil davon, damals, im 6. Jahrhundert n. Chr., noch ganz gut mit Steinwild besetzt gewesen sein (WÜRGLER 1958) Auch in früherer Zeit bestätigen das Vorkommen des Steinbocks Funde am Lutzengüetle (HARTMANN-FRICK 1960). Die damaligen Stücke hatten eine «enorme Grösse» im Vergleich zu rezenten. Im Fürstlichen Schlosse zu Vaduz hängen 5 Steinbockgehörne, 2 mit ganzem Oberschädel, also sicher aus dem 19ten bis 20sten Jahrhundert und 3 ältere Stücke, wovon eines einen typischen Alpensteinbock zeigt, aber von grösster Dimension, nämlich 110 cm Schlauch- länge. Der Rekord dürfte derzeit 1 m sein ! Woher die Stücke stammen ist unbekannt. Sie wurden ab den 90er Jahren im Schloss als Schmuck aufgehängt. In der Embser Chronik vom Jahre 1616 des Georg SCHLEH aus Rottweil wird auch nirgend mehr des Steinwildes Erwähnung getan. Erst im Jahr 1961 und zwar am 31. Oktober, einem schönen, windstillen und sonnigen Tage, tauch- te nach Jahrhunderten wieder der erste Seinbock und zwar ein ca. 6 jähriger Bock bei uns auf. Er hielt sich oberhalb des schmalen Fahrweges von Malbun nach dem Sasser Seelein auf und zog dort ganz vertraut umher. Neben vielen anderen Personen konnte er von Jäger Meinrad SELE auch auf kürzeste Ent- fernung beobachtet werden. Gegen Nachmittag verschwand er dann im be- wachsenen Gelände gegen Steg zu. Einige Tage später war er in Gaschloh zu sehen (4. November) und dann selbst am Fürstenweg bei Dux oberhalb von Schaan und noch später einige Male in Planken. Es zog ihn meist in die Nähe der Menschen und ihrer Siedlungen. Dann tauchte er in Feldkirch auf, wo er sich monatelang in Stadtnähe aufhielt, um sich schliesslich auf dem Staufen bei Dornbirn einzustellen. Dort steht er noch heute (1963). Es ist dies der Bock «Felix», der sich von dem Vorarlberger Aussetzungsort im Gargellental, Mon- tafon, so weit abgesetzt hat. Er hat zuerst in nordwestlicher Richtung ca. 40 km bis zu uns und dann nord-nord-östlich nochmals 30 km bis zum Staufen zurück gelegt (Luftlinie)». — 345
        

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