5. ) Ungerader 12er Hirsch, 8 jährig, erlegt 23. 10. 50 Gamander ob Schaan = 45 cm. 6. ) Ungerader 12er Hirsch, 15 bis 17 jährig, erlegt am 18. 11. 61 Frommen- haus = 44,2 cm. Die Decke ist zum Sommer recht rot, im Winter braun-grau, und ganz alte Stücke haben eine fahlgelbe Farbe. Farbabweichung ist mir nur eine be- kannt, und zwar konnte ein Alttier mit weisser Kopfplatte vom Jäger Hans EBERLE im Sasser-Gebiet 1960/61, beobachtet werden. Geweih: Der Hirsch Liechtensteins ist im allgemeinen sehr kurzstämmig, 70 bis 85 cm lang, in extremen Fällen etwas über 90 cm. Er ist aber endenfreudig, allerdings nur bis zum 14-Ender, meist gut geperlt und hat fast immer Eis- sprossen. Die Augsprossen stehen gerne parallel mit den dann leicht gegen dieselben abgewinkelten Eissprossen, wonach Prof. MATSCHIE, die in den angrenzenden Gebieten Schwaben und Bayern vorkommenden Hirsche in eine besonder Unterart stellte. (Bern, des Verf.: Derartige Geweiheigentümlichkei- ten gelten heute nicht mehr als taxonomische Kriterien. Der parallele Stand der Augsprosse kommt ausserdem überall häufig vor. s. E. v. LEHMANN, Zeitschr. f. Säugetierkunde, 24, 1959, p. 58). Schon in jüngeren Jahren schiebt er auch gerne eine Krone, doch fehlt es eben leider an der Stangenlänge. Die Jägerschaft sollte deshalb alle irgendwie langstangigen Hirsche schonen. Knopf-Spiesser sind sehr selten. Das Wachstum ist normal, der Bast der Stan- gen hell und auch dunkel. An der Pflicht-Trophäenschau 1963, also mit den Beutestücken von 1962 konnte ich folgendes konstatieren: 27 Hirsche aller Alterklassen von den aus- gestellten 46 Geweihen hatten Eissprossen, 16 Stück hatten Kronen, darunter Becherkronen. Auch Kronenbildungen schon im 3. und 4. Kopf waren zu sehen; diese wurden natürlich als Fehlabschüsse gewertet. 30 Geweihe hatten ganz parallele Augsprossen. Brandige Enden sind verhältnismässig selten, kom- men jedoch bei ganz jungen als auch bei überalternden Hirschen vor. Als 1953 bei uns im Lande über Initiative des Forstamtes und einiger Jäger der Abschussplan eingeführt wurde, zeigte sich schon nach einigen Jahren ein Erfolg dieser Regelung. Gut veranlagte Hirsche wurden tunlichst geschont, das viele Kahlwild reduziert, und es wurden auch zum 1. Male Fütterungen angelegt. Einige Pächter reichten sogar Kraftfutter und schlössen sich zu einer Hegegemeinschaft zusammen. Da blieb der Erfolg nicht aus, und schon 1961 konnten Spitzentrophäen erbeutet werden, wenn es auch na- türlich früher schon ab und zu gute Geweihe gab. So erlegte z.B. am 18. 11. 1961 Prinz Eugen v. LIECHTENSTEIN am Kummerer ob Frommenhaus (1200 m) einen uralten ungeraden 12er mit 162.84 Punkten (Madrider Formel), (s. Bunt- tafel). Ein anderer kapitaler Hirsch wurde am 31. 1. 62 von Jäger Hubert NEGELE auf der Foppa, Jagdgebiet Bargella, erlegt. Er war 12 bis 14 Jahre alt, krank, Geweihgewicht 4,28 kg, 155 Punkte. 339
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.