Westlicher Rothirsch 
— Cervus elaphus hippelaphus ERXLEBEN 1777 Material : Zahlreiche Trophäen (abgeschlagene Geweihe) in den Zoologischen Staatssammlungen in Vaduz und vielen Privathäu- sern. Keine taxonomisch verwertbare Untersuchungen. — Siehe den Beitrag des Präsidenten des Jagdschutzverbandes.. — Eigene Beobachtungen beschränken sich auf gelegentliches Zusam- mentreffen mit Rotwild im Gelände, sowie auf Ansitzbeobachtungen in der Feistzeit (Silumer Kulm. Saminatal, Bergle, Leubenen). — In der «Herkunft der Vögel und Säugetiere der Alpen» sagt v. BURG (1921 b) zum Gebirgshirsch, dass er sicher ein «Mischling» und viel- leicht ein Kreuzungsprodukt des (Kaukasus-) Marals ist. Diesem und dem Gebirgshirsch wird nur ein schwaches und endenarmes Geweih zugesprochen («sehr oft die vierte Sprosse ungeteilt», also Achter). In den «Säugetieren des Engadins usw.», die im gleichen Jahre erschie- nen (1921 a), nennt v. BURG diesen Rothirsch 
dann Cervus elaphus alpestris, bezeichnet ihn als nahen Verwandten des Kaukasusmarals und sagt, dass er noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts unverkreuzt vorhanden gewesen sein soll (Hinweis: Rückschläge in Geweih und Färbung). Hierzu ist zu sagen, dass die von diesem Autor herausgestellten Kennzeichen des Geweihes (Geringwüchsigkeit, Fehlen der Krone) richtiger mit der allgemeinen Grössenabnahme seit dem Mittelalter im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Umwelt und der Aus- Iesebedingungen zu erklären sind. Hinzu kommt in den Alpen die Be- günstigung der Standortsmodifikationen beim Rotwild mit den ent- sprechenden ökotypen (der relativ schwache und kleine «Steinhirsch» aus den zentralen Urgesteingebieten, der etwas stärkere «Bergshirsch» — s. R. AMON, Verh. Zool. Ges., 1963, p. 
708, — die im ungünstigen Biotop lebenden «Seehirsche» am Neusiedlersee, von denen K. BAUER 1960 berichtet, usw.). — Was Liechtenstein anlangt, so hat hier stets, soweit die prähistorischen Funde zurückreichen, ein — zumindest sei- ner Veranlagung nach — sehr starker Rothirsch mit knuffigen Stangen und sogar hypertrophischen Kronen gelebt. Das Bruchstück einer Krone vom Eschner Lutzengüetle (Neolithikum bis La Tene), das im Vaduzer Landesmuseum unter Nr. L 3/457 registriert ist (cf. H. HARTMANN- 334
        

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